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VBE begrüßt Versuch einer Schule von der 1. bis zur 10. Klasse

DÜSSELDORF. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW hat in einer Pressemitteilung die sechs weiteren „Primus“-Schulen begrüßt, die im nächsten Schuljahr in Nordrhein-Westfalen mit Klassen von eins bis zehn an den Start gehen. „Kinder über einen Zeitraum von zehn Jahren gemeinsam lernen zu lassen, setzt den Trend der Sekundarschulen und des längeren gemeinsamen Lernens fort“, so der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. Jedoch müsse gewährleistet sein, dass nicht nur für die Kinder mehr Chancengerechtigkeit besteht, sondern auch die offene Frage der gleichen Besoldung der Lehrkräfte gelöst wird.

„Das Schulwahlverhalten der Eltern zeigt: Viele wollen den Bildungsweg für ihre Kinder möglichst lange offen halten“, sagt Beckmann. Primus bietet vor allem für kleinere Kommunen die Möglichkeit, wohnortnah ein vollständiges Schulangebot zu erhalten: „Schüler müssen dann nicht mehr per Kinderlandverschickung kilometerweit fahren, sondern sind in ihrer gewohnten Umgebung mit ihren Freunden.“

Mittelfristig läuft aus Sicht des VBE Nordrhein-Westfalen auf ein zweigliedriges Schulsystem hinaus: Gymnasium und die Schulen des längeren gemeinsamen Lernens. Auch deswegen sei es wichtig, den betroffenen Lehrkräften vor dem Hintergrund der Existenzsicherung und gleichen Besoldung Sicherheit zu geben. Eine Evaluation des Schulversuchs „Primus“ ist für den VBE unabdingbar.

 

7 Kommentare

  1. Das hatten wir schon: damals in der DDR.

    • Richtig, das nenne ich sozialistischen Einheitsbrei. Aufschlussreich, dass die Bildungsverantwortlichen und Gewerkschaften wie GEW/VBE auf diese Modelle zurückgreifen und das den Bürgern auch noch als Fortschritt verkaufen wollen.

      • Sie wollen es nicht nur als Fortschritt verkaufen, sondern tun es mit großem Erfolg. In Bildungsfragen verlassen sich die Menschen gutgläubig auf offizielle Verlautbarungen, insbesondere dann, wenn diese von Lehrergewerkschaften bzw. -verbänden kommen. Hier verlassen sie sich auf deren redliche Fachkenntnis und vermuten nicht ideologischen Lobbyismus.

  2. Wenn man jemanden “ärgern” will, sagt man natürlich immer das, worüber er sich wahrscheinlich “ärgert”. Aber es ist trotzdem großer Quatsch, dass Einheitsschule etwas mit sozialistischer Gleichmacherei zu tun hat. Es gab und gibt sie in vielen Ländern, die nicht sozialistisch waren oder sind. Man könnte dann auch Verhaltensnoten / Kopfnoten als “sozialistische Indoktrination” verunglimpfen – einfach, weil es das ja auch in der DDR gab und die hielt sich ja für sozialistisch. Und Alleen, die im Westen in den 70er Jahren abgeholzt wurden, aber in der sozialistischen DDR bestehen blieben, könnte man als “sozialistische/s/r ???” bezeichnen, wenn man das nicht mag, weil es das ja in der DDR gab. Ich wünschte mir da doch stichhaltigere Gegenargumente, liebe Kommentatoren!

    • Ich hätte ja nichts gegen Einheits- oder Gemeinschaftsschulen, wenn sie auch hielten, was sie versprechen. Die Ergebnisse sind aber recht überschaubar. Warum schneidet denn Bayern mit dem “so rückständigen” Bildungssystem in allen Studien immer hervorragend ab? Das ist eine unumstößliche Tatsache, die aber von den Bildungsideologen gewissentlich ausgeblendet wird.

    • Dann sagen Sie doch mal mit Ihren Worten, was Sozialismus für Bildung und Schule bedeutetl!
      Sie machen es sich leicht, wenn Sie nur dementieren und rein äußerlich auseinanderpflücken, was andere dazu sagen. Bevor Sie sich nicht einem eigenen Standpunkt bekennen, kann es keine “stichhaltigen Gegenargumente” geben.
      Oder sollen Ihre Meinungsgegner auf der Basis, die Sie vorschlagen (andere Länder, Kopfnoten, Baumalleen) über Ja oder Nein von sozialistischer Gleichmacherei diskutieren?

  3. @ mehrnachdenken, wieder, finde ich, sehen Sie nur, was Sie sehen wollen. Ja, soweit ich mich erinnere schnitt Bayern bei Tests besser ab als andere Bundesländer. Im internationalen Vergleich aber wiederum waren andere Länder (ohne dreigliedriges Schulsystem) besser. Das ist eine unumstößliche Tatsache! Auch dass Bayern besser abschloss als andere deutsche Bundesländer ist alleine kein Argument für die Dreigliedrigkeit, denn in an anderen deutschen Bundesländern gab und gibt es doch auch ein gegliedertes Schulsystem. Erst in den letzten Jahren ist aus der Dreigliedrigkeit in mehreren Bundesländern eine Zweigliedrigkeit geworden. Man darf also zurecht vermuten, dass es in Bayern ganz andere Faktoren gibt, die den “Erfolg” (die Besten von den Schlechten zu sein) bewirkt haben. Auch das DDR-Schulsystem (Einheitsschule) wurde und wird abgesehen von der politischen Indoktrination von vielen Fachleuten gelobt.

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