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Expertin: Friedenspädagogik muss an die Lebenswelt der Kinder anschließen

SCHWETZINGEN/HEIDELBERG. Internationale Experten beraten am Samstag über Konzepte gegen Gewalt an Schulen.

In die Konzeption von Anti-Gewalt-Projekten an Schulen müssen Kinder und Jugendliche aus Expertensicht stärker eingebunden werden. «Ihre Perspektive ist die entscheidende: Wie nehmen sie die Gesellschaft wahr», sagte Pädagogin Havva Engin von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Die Professorin nimmt teil an einer Friedenspädagogik-Konferenz an diesem Wochenende im Schwetzinger Schloss (Rhein-Neckar-Kreis). Internationale Bildungsexperten aus Ländern wie Israel, Südafrika und dem Irak diskutieren dort über Konzepte gegen Gewalt an Schulen. Sie bringen ihre Erfahrungen aus Krisenregionen mit ein.

Veranstalter ist der Mannheimer Türkisch-Deutsche Bildungsverein. Das Thema Friedenspädagogik sei noch zu wenig in den Lehrplänen verankert, sagte Vize-Vereinschef Seyitahmed Tokmak. «Kinder, die hier in Europa aufwachsen, haben gar kein Gefühl dafür, wie Kinder in Krisengebieten leben. Es gibt zu wenige Berührungspunkte.»

Aus Sicht von Pädagogin Engin ist es wichtig, Kindern Konflikte in anderen Ländern anhand von Beispielen aus der eigenen Lebenswelt zu veranschaulichen. «Wenn ich vor meiner Haustür lerne, wie Konflikte entstehen, kriege ich auch als Kind ein Gefühl dafür, wie es in einer globalen Perspektive aussieht. De facto sind die Strukturen ähnlich.» (dpa)

Ein Kommentar

  1. Solange Kinder im täglichen Leben nicht besser erzogen werden und lernen, mit ihren eigenen Wünschen, Impulsen und Gefühlen diszipliniert und rücksichtsvoll umzugehen, sind solche friedenspädagogischen Maßnahmen für die Katz. Belehrung ist nichts im Vergleich zu einem konsequenten, ständigen Training, das stark macht und nicht nur richtige Sichtweisen schafft.
    Jeder Gesetzesbrecher weiß, wovon er besser die Hände lassen sollte. Dieses Wissen aber hält ihn nicht vom falschen Tun ab.

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