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Lehrerverbandschef Kraus nennt Erwachsenen-PISA „überflüssig und trivial“

BERLIN. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), Josef Kraus, hat die jüngste Bildungsstudie der OECD – das so genannte Erwachsenen-PISA – als überflüssig und trivial kritisiert. „Das Beste an der jüngsten OECD-Studie mit dem Namen PIAAC ist, dass sie nicht mehr ernst genommen wird. Die OECD betreibt nämlich in inflationärer Weise einen Fetischismus an Studien, die vermeintlich mit Bildung zu tun haben. Besser wäre es, die OECD-Mitgliedsstaaten, allen voran Deutschland, würden der OECD die Mittel kürzen und die entsprechenden Gelder Brennpunktschulen zur Verfügung stellen“, sagte Kraus.

Hält nicht viel von internationalen Vergleichsstudien wie PISA: Josef Kraus. Foto: Deutscher Lehrerverband

Hält nicht viel von internationalen Vergleichsstudien wie PISA: Josef Kraus. Foto: Deutscher Lehrerverband

Weiter heißt es in einer heute veröffentlichten Erklärung des DL: „Die OECD, die sich als Wirtschaftsorganisation versteht, hat offenbar drei Probleme mit sich selbst und mit ihrem Verständnis von Bildung: Erstens reduziert sie Bildung auf Qualifikationen, die im kapitalistischen System verwertbar sind. Mit Allgemeinbildung mündiger Persönlichkeiten hat das wenig zu tun.“ Damit werde die OECD zweitens mehr und mehr zum Problem, als dessen Lösung sie sich ausgebe. Drittens habe die OECD „immer noch nicht kapiert, dass Deutschland – trotz nur angeblich mittlerer OECD-Testwerte – im internationalen Vergleich sehr gute wirtschaftliche Daten auszuweisen hat, zum Beispiel mit niedriger Arbeitslosigkeit im Erwachsenen- und im Jugendbereich“. Kraus: „Man kann nur hoffen, dass sich Bildungspolitik in Deutschland nicht noch mehr vom aufgesetzten Alarmismus der OECD beeindrucken lässt.“ News4teachers

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