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Schulvergleich: GEW fordert Fachlehrer und Migrantenförderung

HANNOVER. Nach dem durchschnittlichen Abschneiden Niedersachsens beim Schulvergleichstest hat der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Eberhard Brandt, auf Fachlehrer auch an kleinen Schulen gepocht. Das Fachlehrerprinzip in Niedersachsen schreibe vor, dass Biologie, Chemie und Physik nur von Fachlehrern unterrichtet werden. Gerade an kleinen Oberschulen sei dies gelegentlich schwer umzusetzen, sagte Brandt. Hier müsse die Landesregierung Lösungen schaffen, um trotzdem einen Unterricht mit einer in dem Fach ausgebildeten Lehrkraft zu ermöglichen.

Der GEW-Chef forderte außerdem ein Fortführen der Förderprogramme für Migranten, die aus einem schwierigen sozialen Umfeld stammen oder sprachliche Unterstützung benötigen. Diese bislang auf Projektbasis organisierte Förderung müsse dauerhaft an den Schulen verankert werden.

Im Vergleichstest von Schülern der neunten Klasse in Mathematik und den Naturwissenschaften hatte Niedersachsen in allen Fächern genau den Durchschnitt erreicht. Die ostdeutschen Länder und Bayern schnitten besser ab.

Brandt unterstrich, dass dies nicht bedeute, dass die Schulen oder die Schüler in diesen Bundesländern besser arbeiteten. Sie hätten oft bessere Startbedingungen. So sei die Zahl der Migranten in den ostdeutschen Ländern niedriger und die Zahl der am Test nicht beteiligten Sonderschüler mit zehn Prozent deutlich höher als in Niedersachsen, wo er bei vier Prozent liege. Mehr lernschwache Schüler gingen hier auf die Hauptschule und nahmen an dem Test teil.

Der Vergleichstest habe für Niedersachsen ergeben, dass es vergleichsweise weniger Ausreißer nach oben und unten bei den Leistungen gibt. «In Niedersachsen ist die Mitte stark ausgeprägt.» Die Leistungsspitze, aber auch der Anteil schlechter Schüler war geringer als anderenorts. dpa

Ein Kommentar

  1. Die deutschen Kultusminister sollten sich anstrengen und erst zufrieden sein, wenn ALLE Bundesländer über dem Durchschnitt liegen!!!

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