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Umfrage: Deutsch-Türken erleben häufig Diskriminierung im Alltag

BERLIN. Türkischstämmige Migranten in Deutschland sehen sich nach einer repräsentativen Umfrage oft mit Alltagsrassismus konfrontiert. In der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Info habe fast jeder vierte angegeben, wegen seines türkischen Aussehens in der Öffentlichkeit bereits beschimpft worden zu sein, berichtete der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), der die Umfrage in Auftrag gegeben hatte. Jeder zehnte Befragte sei wegen seiner türkischen Abstammung sogar schon Opfer von Gewalt geworden. Bei den 15- bis 29-Jährigen waren es doppelt so viele.

Integration: Türkische und deutsche Jugendliche feiern gemeinsam nach einem Spiel Türkei gegen Deutschland bei der Fußball-Europameisterschaft 2008. Foto: Fotos for social change / Jakob Huber / Flickr

Integration: Türkische und deutsche Jugendliche feiern gemeinsam nach einem Spiel Türkei gegen Deutschland bei der Fußball-Europameisterschaft 2008. Foto: Fotos for social change / Jakob Huber / Flickr

Besonders besorgniserregend ist den Studienautoren zufolge, dass mit den Jüngeren und Gebildeten vor allem diejenigen Diskriminierung erfahren, die ein aktiver Teil der Gesellschaft sein wollen. Während lediglich 10 Prozent der Befragten ohne beziehungsweise mit einem niedrigen Schulabschluss sagten, sie seien wegen ihres türkischen Namens bei einer Bewerbung abgelehnt worden, waren es bei den Befragten mit einem hohen Schulabschluss 30 Prozent.

Es gebe jedoch auch einen «deutlich positiven Trend»: Im Vergleich zu den Vorjahren hätten die Diskriminierungserfahrungen spürbar abgenommen, hieß es. Befragt wurden 1011 DeutschTürken im Alter von mindestens 15 Jahren. dpa

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