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Viertklässler reiten auf Steckenpferden für den Frieden

OSNABRÜCK. Beim Osnabrücker Steckenpferdreiten erinnern über 1.000 Schüler an den Westfälischen Frieden, mit dem 1648 der Dreißigjährige Krieg beendet wurde.

1400 Grundschulkinder in Osnabrück starten an diesem Freitag zu ihrem Ritt auf selbstgebastelten Steckenpferden durch die Stadt. Die Straßen werden für die Viertklässler abgesperrt, und der Marktplatz gehört dann den Steckenpferdreitern. Mit dem Traditionsfest will die Kommune bei den Kindern die Erinnerung an den Westfälischen Frieden von 1648 wachhalten. Zum Abschluss ist ein Feuerwerk geplant.

verkleideter Junge auf einem Steckenpferd

Zum 62. Mal reiten in Osnabrück Kinder auf selbstgebastelten Steckenpferden für den Frieden. Foto: JossSmithson / flickr (CC BY-SA 2.0)

Bereits zum 62. Mal veranstaltet die Stadt an der Hase das Spektakel für die Kinder – und die scheinen es kaum abwarten zu können. «Schon am Ende der dritten Klasse wird gefragt. Sie können es nicht aushalten», erzählt Anja Gamradt, Textillehrerin an der Grundschule am Schölerberg. An ihrer Schule basteln die Kinder ein Pferd aus Plüschstoff, drehen Kordeln zu Zügeln und nähen Knöpfe als Augen ein. Auch im Sach- und Musikunterricht werde das Steckenpferdreiten vorbereitet.

Zusätzlich fertigen die Viertklässler noch Hüte an. Jede Schule habe ihre eigene Farbe, erzählt die Pädagogin. Daran erkenne man die Schulen wieder – gut, wenn einmal ein Schüler verloren gehe. Außerdem veranschauliche das eindrucksvoll, wie viele Kinder tatsächlich auf dem Markt stehen. «Das sind ja über 1000 Kinder. Für Grundschulkinder ist das ganz schwer vorzustellen, wie viel das sind.»

Broschüre zum Osnabrücker Steckenpferdreiten

Ein Kommentar

  1. Richtig klasse Aktion, um den Kindern hier den historischen Hintergrund zu vermitteln.

    Viele Grüße

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