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Berliner Eltern dringen auf schnelle Einigung im Tarifkonflikt um angestellte Lehrer

BERLIN. Im Ringen die Bezahlung der angestellten Lehrer in Berlin empfiehlt die Tarifkommission der GEW erneut Streiks. Jetzt meldet sich der Landeselternausschuss zu Wort.

Der Landeselternausschuss (LEA) hat an die GEW und den Berliner Senat appelliert, schnell zu einer Einigung über die Bezahlung angestellter Lehrer zu kommen. Es müsse wieder ein halbwegs normaler Unterrichtsbetrieb möglich sein, forderte die LEA-Vorsitzende Lieselotte Stockhausen-Doering am Blick auf drohende weitere Streiks.

Lehrerinnen und Lehrer der Fritz-Karsen-Schule in Berlin-Neukölln beteiligten sich an dem Warnstreik im September. Foto: GEW Berlin

Im Streit um die Bezahlung der angestellten Lehrer in Berlin gab es bereits 15 Warnstreiks. Auch Lehrerinnen und Lehrer der Fritz-Karsen-Schule in Neukölln beteiligten sich. Foto: GEW Berlin

Der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warf sie vor, Eltern in den Tarifkonflikt einbeziehen zu wollen. «Wir lassen uns nicht instrumentalisieren, noch unsere Kinder als Geisel nehmen», erklärte Stockhausen-Doering.

Der GEW-Landesbezirksvorstand wird voraussichtlich am Montagabend über weitere Arbeitsniederlegungen angestellter Lehrer entscheiden. Die Tarifkommission des Berliner GEW-Landesbezirks sprach sich bereits für weitere Streiks noch im Dezember aus. Für den Fall, dass es zu keinen Verhandlungen kommt, wurden mehrtägige Streiks im zweiten Schulhalbjahr empfohlen. «Auf gar keinen Fall darf während der Prüfungszeiten gestreikt werden», forderte der Landeselternausschuss.

Zuletzt hatten rund 2000 angestellte Berliner Lehrer Ende Oktober einen Tag lang ihren Unterricht ausfallen lassen, um Tarifverhandlungen zu erzwingen. Aus Sicht des Senats sind tarifvertragliche Eingruppierungsregelungen aber ausschließlich Sache der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Deshalb lehnt er eigenständige Tarifverhandlungen mit der GEW Berlin ab.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert einen Tarifvertrag für die fast 9000 angestellten Pädagogen des Landes und bessere Arbeitsbedingungen. Die Angestellten wollen genauso viel Geld bekommen wie ihre etwa 20 000 verbeamteten Lehrer-Kollegen. Denn in Berlin werden junge Lehrer seit 2004 nicht mehr verbeamtet – nach GEW-Berechnungen verlieren sie so in 40 Dienstjahren bis zu 230 000 Euro netto.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) zeigte wenig Verständnis für die Warnstreiks. «In allen Berliner Verwaltungen arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Gehaltsgruppen nebeneinander und zusammen», sagte sie der Zeitung «Neues Deutschland» (Freitag). «Das ist also keine Besonderheit des Lehrerzimmers.» (News4teachers mit Material der dpa)

zum Bericht: Der 15. bereits: Erneut Warnstreik von angestellten Lehrern in Berlin

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