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„Chaotische Zustände“: Erkältungswelle grassiert an Berliner Schulen

BERLIN. Eine Erkältungs- und Grippewelle grassiert an den Schulen in Berlin. Viele Lehrer haben sich krankgemeldet. Die Vorsitzende des Landeselternausschusses, Liselotte Stockhausen-Döring, spricht gegenüber der „Berliner Morgenpost“ von teilweise chaotischen Zuständen an vielen Einrichtungen. Auch die GEW ist alarmiert.

 

Eine Erkältungs- und Grippewelle grassiert an Berliner Schulen. Foto: Mcfarlandmo / wikimedia commons (CC BY 2.0)

Eine Erkältungs- und Grippewelle grassiert an Berliner Schulen. Foto: Mcfarlandmo / wikimedia commons (CC BY 2.0)

 

Dem Bericht zufolge fällt in den Berliner Schulen massiv Unterricht aus, oder er wird fachfremd vertreten. „Die Schulen brauchen mehr Lehrer“, fordert Stockhausen-Döring. Eine lediglich 100-prozentige Personalausstattung – ohne Reserve – reiche nicht aus. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert laut Zeitung, alle Schulen mit 110 Prozent Personal auszustatten. Ein Sprecher wird mit der Aussage zitiert, dass Krankheitswellen wie jetzt im November dazu führen würden, dass sehr viel Unterricht ausfalle. Aber auch sonst seien nie alle Lehrer da, irgendwer fehle immer. „Eine 100-Prozent-Ausstattung reicht einfach nicht“, so meint der GEW-Sprecher.

Besonders schwierig sei die Lage gegenwärtig an einer Grundschule in Ahrensfeld. Elternvertreter beklagen, dass die Sechstklässler zum Halbjahr keine Zensuren für den Naturwissenschaftlichen Unterricht (Nawi) bekommen werden. Zu oft sei der Unterricht in diesem Fach in den vergangenen Monaten ausgefallen. Auch in Englisch, Musik und Kunst sei die Ausfallquote an der Schule hoch. Eine der vierten Klassen habe zudem ein halbes Jahr lang keinen Deutschunterricht gehabt. Eine Elternvertreterin meint laut Bericht: „Die Schule hat nicht genug Personal. Wenn jetzt auch noch viele Pädagogen wegen grippaler Infekte ausfallen, geht gar nichts mehr.“ Auch an einer Grundschule in Spandau ist die Lage laut „Morgenpost“ katastrophal. Weil seit Ende Oktober rund 30 Prozent der Lehrkräfte krankgemeldet seien, habe ein Notfallstundenplan erstellt werden müssen. Der Unterricht habe in den vergangenen Tagen jeweils um 11.30 Uhr geendet.

Die Eltern fordern den Senat auf, die Kapazität für die Lehrerausbildung zu erhöhen. Stockhausen-Döring: „Selbst wenn alle 1200 Referendare, die demnächst ihre Ausbildung beenden werden, eine Anstellung bekommen, reicht das nicht.“ Im kommenden Jahr würden mindestens 2000 neue Lehrer in Berlin gebraucht. News4teachers

Zum Bericht: Optimisten sind offenbar weniger anfällig für Schnupfen

 

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