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GEW: Berliner Senat kürzt Schulsozialarbeit – wegen Tariferhöhung für Lehrer

BERLIN. Nun sei es verkündet. Berliner Schulen müssten auf zwanzig Stellen für die Schulsozialarbeit verzichten, so teilt die GEW Berlin mit. Diese Streichung habe sich bereits in der vergangenen Woche abgezeichnet, berichtet die Gewerkschaft. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) habe sich auf eine Anfrage im Abgeordnetenhaus nicht eindeutig zum Erhalt dieser Stellen in freier Trägerschaft bekennen können. Betroffen davon seien Schulen mit weniger als vierzig Prozent an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und Befreiung von der Lehrmittelzuzahlung sein. Der Senat begründe die Streichung mit dem unerwartet hohen Tarifabschluss vom März 2013.

Sigrid Baumgardt, Vorsitzende der GEW Berlin, kommentiert: „Die Kürzung der Schulsozialarbeit ist ein tiefer Einschnitt für die pädagogische Arbeit in den betroffenen Schulen. Im Jahr 2009 wurden viele Haupt- mit Realschulen zusammengelegt. Insbesondere diese Schulen haben sich darauf verlassen, dass der Senat seine Zusage, sie verlässlich mit Sozialpädagogen auszustatten, einhält. Jetzt begründet der Senat die Streichung mit der Tariferhöhung für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Diese Erhöhung hat er im März als Mitglied der Tarifgemeinschaft der Länder noch selber mit ausgehandelt. Er hatte acht Monate Zeit, die Gelder bereitzustellen. Der Senat stiehlt sich hier aus seiner Verantwortung für die Berliner Schulen und für die Sozialpädagogen.“

 

3 Kommentare

  1. Gehaltserhöhungen bringen keine Vorteile, wenn der Arbeitgeber das Geld einfach nicht hat.

  2. Aber dieses Land leistet sich BER – komisch oder?

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