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Koalitionsverhandlungen: Ein Tablet-PC für jeden Schüler?

BERLIN. Eine „digitale Agenda“ ist von Union und SPD auf die Tagesordnung der Koalitionsverhandlungen gesetzt worden. Das Programm sieht unter anderem vor, jedem Schüler in Deutschland ein „mobiles Endgerät“ zur Verfügung zu stellen. Allerdings ist die Finanzierung noch ungeklärt. Dies berichtet die „Welt“.

Bald für jeden Schüler? Tablet-PC . Foto: vernieman / flickr (CC BY 2.0)

Bald für jeden Schüler? Tablet-PC . Foto: vernieman / flickr (CC BY 2.0)

Als eine der ersten Arbeitsgruppen bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin habe die Unterarbeitsgruppe Digitale Agenda ihre Beratungen abgeschlossen, heißt es. Die Schwerpunkte, die dort bereits beschlossen, aber von der großen Koalitionsrunde noch abgesegnet werden müssten, lägen unter anderem bei der beschleunigten Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, bei m Thema IT-Sicherheit – und in der Bildung.

„Unter Finanzierungsvorbehalt“ stehe dabei die Ankündigung, jedem Schüler in Deutschland ein Smartphone oder einen Tablet-Computer zur Verfügung zu stellen. Im Klartext: Erst muss noch geklärt werden, wer die Rechnung zahlt. Die beläuft sich laut „Welt“ auf eine halbe Milliarde Euro pro Jahr, insgesamt für die Legislaturperiode demnach 2 Milliarden Euro. Zudem im Programm: ein „europaweites Gründungs- und Innovationsnetzwerk der Schulen und Hochschulen“, das aufgebaut werden soll. Darüber hinaus solle die digitale Lehrmittelfreiheit gemeinsam mit den Ländern gestärkt werden. Grundlage hierfür sei ein bildungs- und forschungsfreundliches Urheberrecht. Zielgerichtet sollen vor allem Mädchen und junge Frauen für Berufsfelder in der Digitalwirtschaft begeistert werden. Abschließend muss erst die große Koalitionsrunde und in letzter Instanz die drei Parteivorsitzenden über die Agenda befinden.

 

4 Kommentare

  1. Erst einmal jedem Lehrer einen spendieren!
    Und dann Arbeitsräume zur Verfügung stellen mit Zugang zu allen Medien oder den bisher selbst geschaffenen bezahlen!
    rfalio

  2. Ist den Bildungspolitikern klar, was 14Jährige mit Smartphone oder (internetfähigem) Tablet-Computer während des Unterrichts außer unterrichtlicher Recherche noch alles machen können?

    • Den Bildungspolitikern scheint so einiges nicht klar zu sein. Wahrscheinlich aber doch, nur liegen ihre Absichten nicht offen auf dem Tisch. Diese Leute sind nicht blöd und wissen genau, worauf ihr Tun hinausläuft.
      Einzelne Fehler können passieren, aber doch nicht Irrtümer am laufenden Band.

      • „Die, die sich dumm stellen, sind gefährlicher als die, die dumm sind“, hat Manfred Rommel mal gesagt.
        Hoffentlich bin ich jetzt nicht Nazi, weil Manfreds Vater doch der Erwin war, ein bekannter Generalfeldmarschall.

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