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VBE fordert: Leiter von Grundschulen besser bezahlen

OBERHAUSEN. In Oberhausen fand heute der nordrhein-westfälische Grundschulleitungs-Tag statt: eine Veranstaltung des Schulministeriums Nordrhein-Westfalen mit 600 Teilnehmern zum Thema „Herausforderung Heterogenität – Schulentwicklungsprozesse als Schulleitung steuern“. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) kritisiert aus diesem Anlass, dass landesweit aktuell noch immer über 900 Schulleitungsstellen an Grundschulen nicht besetzt seien.

„Der heutige Grundschulleitungs-Tag macht deutlich, welche hohen Anforderungen an Schulleiter gestellt werden. Dabei darf aber nicht die hohe Zahl von unbesetzten Schulleitungsstellen ignoriert werden“, sagte VBE-Vorsitzender Udo Beckmann. Ende September fehlten laut einer Statistik des Schulministeriums in NRW 376 Schulleiter und 565 Konrektoren. „Dabei brauchen Kinder, Eltern und Lehrer an jeder Schule einen verlässlichen Ansprechpartner“, so Beckmann. Stattdessen herrsche Flickschusterei, ein Schulleiter muss häufig mehrere Schulen betreuen. „Das ist kein befriedigender Dauerzustand“, bemängelt Beckmann.

„Auch wenn die Landesregierung bei der Leitungszeit nachgebessert hat – das reicht nicht aus, um das riesige Feld an Arbeiten zu bewältigen“, bemängelt Beckmann. Schulleiter an Grundschulen hätten, so der VBE-Vorsitzende, neben ihrer Schulleitungsarbeit häufig noch eine Klasse zu leiten. Dazu kommen Aufgaben wie Qualitätsentwicklung, Personalmanagement, schulinterne und -externe Kommunikation und Kooperation. „Außerdem sparen die Städte und Kommunen an den Hausmeister- und Sekretariatsstellen – diese Aufgaben müssen die Schulleitungen dann oft ebenfalls übernehmen“, erklärt Beckmann.

Dem gegenüber stehe die unzureichende Bezahlung: „Ein Schulleiter einer Grundschule bekommt so viel wie ein Gymnasiallehrer im Eingangsamt, ein Konrektor nur etwa 150 Euro mehr als ein Lehrer – dabei ist ihre Aufgabendichte und die Verantwortung, die sie für Schüler und Lehrer tragen, deutlich höher. Hier muss das Land endlich für eine angemessene Bezahlung sorgen“, fordert Beckmann.

 

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