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Ein Jahr nach dem Massaker von Newton – bewaffneter Schüler jagt Lehrer

CENTENNIAL (CO). Einen Tag vor dem Jahrestag des Massakers von Newton hat im US-Bundesstaat Colorado ein 18-jähriger zwei Mitschüler verletzt und sich dann selbst erschossen. Der Schauplatz gehört zu den Vororten von Denver, wo es bereits 1999 und 2012 zu Amokläufen gekommen war. Das taktisch kluge Verhalten eines Lehreres hat möglicherweise weitere Opfer verhindert.

Bei dem Vorfall in Centennial im Bundesstaat Colorado machte der bewaffnete junge Mann am Freitagnachmittag (Ortszeit) Jagd auf einen Lehrer, verletzte mit seiner Waffe zwei Mitschüler und erschoss sich dann selbst. Die Tat geschah einen Tag vor dem Jahrestag des Massakers von Newtown. In der 125 Kilometer nordöstlich von New York gelegenen Stadt, hatte ein Schüler 20 Kinder und sechs Erwachsene ermordet.

Centennial, eine Vorstadt von Denver, grenzt im Osten an die Ortschaft Aurora wo im Juli 2012 eine Amokläufer in einem Kino zwölf Menschen getötet und 58 weitere verletzt hatte. 15 Kilometer westlich liegt wiederum die Columbine High School. Dort waren im April 1999 zwölf Schüler und ein Lehrer durch zwei Amokläufer erschossen worden.

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Bei dem Amoklauf im US-Staat Bundesstaat Colorado sind zwei Schüler verletzt worden. (Symbolbild). Foto: quinn.anya,/Flickr (CC BY-SA 2.0)

Nach ersten Erkenntnissen wollte der Schütze Rache an einem Lehrer nehmen, mit dem er Meinungsverschiedenheiten gehabt habe. Er, sei gegen 13 Uhr Ortszeit in das Gebäude der Arapahoe High School gekommen und hatte nach dem Lehrer gesucht, erklärte Sheriff Grayson Robinson. «Ein Mitschüler stellte sich ihm in den Weg.» Der Schütze habe ihn angeschossen und seine Suche fortgesetzt. Der Lehrer sei inzwischen gewarnt worden und aus dem Gebäude geflüchtet. «Das war die wichtigste taktische Entscheidung, die der Lehrer treffen konnte», so Sheriff Robinson.

Der Jugendliche wurde nur leicht verletzt und konnte das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen. Das zweite Opfer, eine 15-jährige Schülerin schwebt noch in Lebensgefahr.

Während sich der Schütze noch mutmaßlich im Gebäude aufhielt, brachten Sicherheitskräfte die Schüler ins Freie. Sie verließen das Gebäude ruhig und mit erhobenen Händen. Die Polizei tastete sie einzeln ab, um sicherzugehen, dass keiner der Teenager eine Waffe bei sich trug.

Gleichzeitig durchkämmten Suchtrupps das Gebäude. Bereits fünf Minuten nach den ersten Schüssen entdeckten sie den Schützen in einem Klassenraum. «Wie es scheint, hat er sich selbst erschossen, doch die genauen Untersuchungen müssen das abschließend klären», so Robinson. Über die Identität und das Motiv des Täters wollte der Scheriff keine Angaben machen. (news4teachers, mit Material der dpa)

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