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Betrügerin machte sich sogar zwei Mal zur Lehrerin

SCHWERIN. Die Kieler Staatsanwaltschaft hat eine falsche Lehrerin angeklagt, die zuletzt in Mecklenburg-Vorpommern unterrichtete, obwohl sie bereits zuvor aufgeflogen war und ihren Beamtenstatus verloren hatte. «Wir haben Anklage gegen die 48-Jährige wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Urkundenfälschung in drei Fällen erhoben», sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß.

Die Frau soll sich Anstellungen als Lehrerin in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern erschlichen haben. «Tatsächlich hat die Beschuldigte weder einen Hochschulabschluss noch sonst eine Prüfung abgelegt, die sie als Lehrerin befähigen würde», sagte Heß. Es geht um Fälle aus den Jahren 2008 bis 2013. Was davor lag, sei verjährt.

Die aus Wismar stammende Frau arbeitete unter anderem an Gymnasien in Mölln und Lübeck. Im Nachbarland unterrichtete die falsche Kunst- und Deutschlehrerin an Schulen in Lübstorf und Bad Kleinen (Nordwestmecklenburg). Dem Schulleiter in Mölln, wo die Frau von 2008 bis Ende 2012 am Marion-Dönhoff-Gymnasium wirkte, war die Diskrepanz zwischen guten Examensnoten und Auftreten an der Schule aufgefallen. Die falsche Lehrerin flog auf und verlor ihren Beamtenstatus. Trotzdem gelang es ihr Anfang 2013, noch einmal in Mecklenburg-Vorpommern als Lehrerin angestellt zu werden. dpa

Zum Bericht: Frau soll mit gefälschtem Abschluss jahrelang als Lehrerin unterrichtet haben

 

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