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Hochschulen im Saarland vor schmerzhaften Einschnitten – auch beim Lehramtsstudium

SAARBRÜCKEN. Die Hochschulen im Saarland stehen nach einem Gutachten vor der Alternative Kooperation oder Rückbau von Fächern. Besonders das Lehramtsstudium und die Rechtswissenschaften seien betroffen.

Ein Gutachten des Wissenschaftsrats sieht die saarländischen Hochschulen vor schmerzhaften Einschnitten. Angesichts der angespannten finanziellen Situation des Landes stünden sie vor Restrukturierungen – Einstellungen von Studiengängen eingeschlossen, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Gutachten. Um ein hohes Qualitätsniveau für die Zukunft sicher zu stellen, sei eine Umgestaltung ohne Alternative.

Konkret nannte der Wissenschaftsrat die Rechtswissenschaft und das Lehramtsstudium. Sollte in diesen Fachbereichen eine Kooperation in der Großregion nicht gelingen, müsse «über einen Rückbau nachgedacht werden». Im Bereich der Wirtschaftswissenschaften empfiehlt das Gremium eine enge Zusammenarbeit zwischen der Universität und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und regt die gemeinsame Gründung einer «Business School Saarland» an.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), zugleich Wissenschaftsministerin, kündigte an, das Gutachten sorgfältig und unvoreingenommen zu prüfen. Kramp-Karrenbauer wollte ursprünglich erst am Montag das Gutachten vorstellen, zog den Termin aber kurzfristig vor. Der Wissenschaftsrat berät Bund und Länder in Fragen von Hochschulen, Wissenschaft und Forschung. (dpa)

zum Bericht: GEW: Weckruf des Wissenschaftsrats muss Gehör finden

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