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Länder wollen Begabte stärker fördern

BERLIN. In Berlin zog Sachsen-Anhalts Kulstusminister Stephan Dorgerloh eine Bilanz seiner Zeit als Vorsitzender der Kultusministerkonferenz. Um Schüler besser zu fördern sollen auch in Zukunft die Kriterien für Bildungsvergleiche verbessert werden.

Schüler mit Potenzial für besonders gute Leistungen sollen in Deutschland künftig stärker gefördert werden. Es gehe darum, mehr leistungsbereite Schüler mit in die Spitze zu führen, sagte der Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh (SPD), in seiner Bilanz als Präsident der Kultusministerkonferenz 2013.

Stephan Dorgerloh

Leistungsbereiter Schüler solle nach dem Willen von Stepan Dorgerloh zukünftig stärker gefördert werden. Foto: Kultusministerium Sachsen-Anhalt

Mit dem Ziel einer besseren Förderung sollten auch mit Hilfe der Wissenschaft Kriterien für künftige Bildungsvergleiche erarbeitet werden. Es gebe in den Ländern bereits verschiedene Wege der Leistungsförderung. Gleichzeitig müssten leistungsschwache Schüler dabei unterstützt werden, die Grundkompetenzen zu erlernen.

Eine weitere Lockerung des Kooperationsverbots für Bund und Länder in der Bildung habe zwar nicht Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden, sagte Dorgerloh. Ein stärkeres finanzielles Engagement des Bundes im Schulbereich soll auch künftig auf dem Tisch bleiben.

Insbesondere bei den sozialen Themen sei eine stärkere Rolle des Bundes aber wichtig – etwa beim gemeinsamen Lernen von Behinderten und Nichtbehinderten (Inklusion) oder bei Ganztagsschulen. «Da sehe ich den Bund in der Verantwortung», sagte der Politiker. Auch andere Länder wollten das Thema auf der Tagesordnung halten.

Zum Jahresbeginn hat die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz übernommen. (dpa)

zum Bericht: Dorgerloh verteidigt die oft kritisierte Kultusministerkonferenz – “Progressive und verantwortliche Stimme”

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