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Tourismusbranche warnt vor Staus und hohen Preisen in den Sommerferien

BERLIN. Selten lagen die Sommerferien in allen Bundesländern so nah beieinander wie in diesem Jahr. Es drohen Staus und überbuchte Hotels

In den diesjährigen Sommerferien dürfte es enger als sonst auf den deutschen Straßen und in den Hotels werden. Denn in vielen Bundesländern ist zeitgleich schulfrei. Das gilt vor allem für die Zeit vom 31. Juli bis zum 19. August – dann haben alle Länder auf einmal Schulferien. Im vergangenen Jahr war das nur an einem Tag der Fall.

Autos im Stau

Auf überfüllten Straßen in überfüllte Hotels. Der Sommerferienkorridor in Deutschland ist in diesem Jahr ausgesprochen eng. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Der Ferienkorridor ist im Sommer 2014 in Deutschland extrem schmal: Die Sommerferien aller Länder erstrecken sich auf einen Gesamtzeitraum von nur 71 Tagen. «Ideal wären 92 Tage», sagt Torsten Schäfer von Deutschen Reiseverband (DRV). Als Erstes beginnen die Ferien am 7. Juli in Nordrhein-Westfalen. Den spätesten Ferienstart der Saison haben Niedersachsen, Bremen und Baden-Württemberg am 31. Juli.

Die Reisebranche warnt vor negativen Konsequenzen für Touristen in Deutschland und fordert, dass die Zuständigen – die Kultusminister der Bundesländer – den Korridor strecken.

«Je enger der Korridor, desto mehr Staus, desto überfüllter die Züge, desto überbuchter die Hotels», erklärt Schäfer die Nachteile der Überschneidung. Reisende sollten sich in diesem Sommer vor allem auf der Autobahn A 8 in Süddeutschland auf viele Verkehrsbehinderungen einstellen. Laut dem DRV ist sie der «Stau-Spitzenreiter».

Auch auf die Hotelpreise könnte sich der enge Korridor auswirken. Weil sich die Nachfrage der Urlauber ballt und Hotels in beliebten Tourismusregionen stark ausgelastet sind, steigen die Durchschnittspreise in der Hauptsaison unter Umständen. (dpa)

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