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G8 vs. G9: Grüne bringen neue Variante ins Gespräch

MÜNCHEN. Im Dauerstreit um acht- und neunjähriges Gymnasium haben sich die bayerischen Landtags-Grünen mit einer neuen Lösungsvariante zu Wort gemeldet. Der Essener Bildungsforscher Klaus Klemm und der Grünen-Bildungsexperte Thomas Gehring schlugen vor, ein «Abitur der zwei Geschwindigkeiten» zu prüfen.

Neu an dem Modell ist, dass alle Gymnasiasten bis einschließlich der 10. Klasse gemeinsam unterrichtet werden sollen und danach entscheiden dürfen, ob sie die Oberstufe in zwei oder drei Jahren absolvieren wollen. Bildungsforscher Klemm spricht von einem «Abitur im eigenen Takt».

«Das verdichtete Lernen in den Jahrgangsstufen fünf bis zehn wird dadurch nicht aufgehoben, trägt aber mit der Perspektive der längeren Lernzeit in der gymnasialen Oberstufe dazu bei, Druck in der Unter- und Mittelstufe abzuschwächen», argumentiert Klemm in einer Expertise, die die Grünen-Fraktion bei ihm in Auftrag gegeben hatte. Die von den Freien Wählern in Bayern gewünschte Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 sieht Klemm kritisch. 40 Prozent der bayerischen Gymnasien seien zu klein, um beide Varianten parallel anbieten zu können. Auch von dem von der CSU eingeführten «Flexibilisierungsjahr» hält Klemm nichts. Die «jahresdurchschnittliche zeitliche Belastung» der Schüler werde dadurch nicht reduziert, heißt es in seinem Papier.

 

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