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Linke-Abgeordneter Al-Sabty fordert mehr Niederdeutsch-Pflege

SCHWERIN. Eigentlich ist Mecklenburg-Vorpommern zur Pflege der niederdeutschen Sprache verpflichtet. Doch seit 2011 habe der zuständige Beirat keine Sitzung mehr abgehalten.

In der Landesverfassung verankert, von der Regierung vergessen? Nach Ansicht der Linken widmet die SPD/CDU- Regierung der Pflege des Niederdeutschen zu wenig Aufmerksamkeit. So habe der vom Kultusminister berufene Niederdeutsch-Beirat seit 2011 nicht eine einzige Sitzung abgehalten», beklagte der Linke- Landtagsabgeordnete Hikmat Al-Sabty am Freitag in Schwerin. Die Inaktivität des Gremiums habe die Landesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage einräumen müssen. Das Niederdeutsche friste ein «eher stiefmütterliches Dasein», stellte der Oppositionspolitiker fest. Im Verfassungsartikel 16 heißt es: «Das Land schützt und fördert die Pflege der niederdeutschen Sprache.»

Schifferfigur an der Mueritz

Die Pflege des niederdeutschen ist in der Verfassung Mecklenburg-Vorpommerns verankert. Foto: mueritz / flickr (CC BY-SA 2.0)

Zu den Aufgaben des Beirats gehörten die Förderung überregionaler Kooperationen, die Koordinierung von Niederdeutsch-Aktivitäten und die Durchführung von Niederdeutsch-Veranstaltungen. «Deswegen ist es erforderlich, dass er regelmäßig tagt, um sich zu verständigen, was getan werden muss, damit die niederdeutsche Sprache und Kultur lebendig bleiben», erklärte Al-Sabty.

Bei der Sitzung im Januar 2011 hatte der damalige Bildungsminister Henry Tesch (CDU) angekündigt, dass sich der Beirat künftig «vor allem mit der weiteren Förderung des Niederdeutschen in der Vorschule und in der Schule befassen» werde. Damals wurden in 19 Kitas Kinder an die niederdeutsche Sprache herangeführt. (dpa)

zum Bericht: «Bannig väl Spaß»: Plattdeutsch-Wettbewerb für Schüler geplant

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