Odenwaldschule: Land fördert weitere Untersuchung von Missbrauchsfällen

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WIESBADEN. Die aufsehenerregenden Fälle sexueller Übergriffe von Lehrern an der Odenwaldschule sind strafrechtlich verjährt, sollen jedoch nach dem Willen der Schule und des Opfervereins Glasbrechen wissenschaftlich untersucht werden. Das Land Hessen gibt dazu 30.000 Euro.

Mit 30 000 Euro fördert das Land die Aufklärung des sexuellen Missbrauchs an der Odenwaldschule im südhessischen Heppenheim. Gemeinsam mit dem Internat und dem Opferverein «Glasbrechen» müsse rückhaltlos aufgedeckt werden, was jungen Menschen dort widerfahren sei, erklärte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden.

Goethehaus der Odenwaldschule; Foto: Mussklprozz / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Goethehaus der Odenwaldschule; Foto: Mussklprozz / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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CDU und Grüne hatten in ihrem Koalitionsvertrag verabredet, die Ursachenforschung an der Odenwaldschule «bei Bedarf» zu unterstützen. Die Landesförderung bezieht sich auf die Jahre 2014/2015. Die Schule hat zur Untersuchung bereits 80 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Übergriffe von Lehrern an Schülern liegen schon lange zurück und gelten strafrechtlich als verjährt. Ein Abschlussbericht nennt die Zahl von 132 Missbrauchsfällen. Opfer-Vertreter gehen aber von deutlich mehr aus. (dpa)

Zum Bericht: Missbrauch an Odenwaldschule soll wissenschaftlich untersucht werden

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2 KOMMENTARE

    • Hallo nachfrager,
      vielen Dank für den Hinweis, das ist ja in der Tat ein nennenswerter Unterschied. Korrekt sind 30.000 EUR.
      Viele Grüße
      Thomas Zab

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