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Lehrer-Werbung: Brandenburgische Kampagne zeigt Wirkung

POTSDAM. Rund 50.000 Euro kostet die bundesweite Anzeigenkampagne mit der Brandenburg versucht, junge Lehrer ins Land zu locken. Offenbar eine gelungene Investition: Mehr als 4000 Bewerber nach einer guten Woche bringen die Personalabteilungen in Schulämtern und Ministerium an ihre Kapazitätsgrenzen. Ob hinter der Quantität genügend Qualität steckt, ist noch offen.

Mehr als 4000 Bewerber haben sich bislang auf die bundesweite Anzeigenkampagne von Brandenburgs Bildungsministerium beworben. «Die Anzahl der Anschriften bei den Schulämtern und im Ministerium steigt laufend», sagte Ministeriumssprecher Stephan Breiding. Die zuständigen Abteilungen hätten Mühe, hinterherzukommen. Entscheidend sei nun, ob die Bewerber die geforderten Qualifikationen erfüllten und ob sie bereit seien, an die Schulen zu gehen, an denen sie gebraucht würden.

Auf der Suche nach rund 700 Lehrern hatte das Ministerium vor gut einer Woche die Kampagne gestartet. Mit Annoncen in vier überregionalen Tageszeitungen wurden Grundschullehrer und Sonderpädagogen sowie Oberschullehrer für die Fächer Deutsch, Mathematik, Kunst, Musik, Englisch, Sport und Sachkunde gesucht. Im Land selbst gibt es nicht genügend geeigneten Lehrer-Nachwuchs. Rund 50 000 Euro lässt sich das Ministerium die Kampagne kosten.

Brandenburg braucht für das kommende Schuljahr besonders viele neue Lehrkräfte, weil laut Ministerium bis zu 600 Pädagogen in den Ruhestand gehen. Zudem müssen 400 weitere Lehrkräfte eingestellt werden, weil die Wochenarbeitszeit der Lehrer um eine Stunde gekürzt wird.

Den genauen Bedarf an den einzelnen Schulen könnten die Schulämter jedoch erst im April benennen, so Breiding. «Danach können wir das Feintuning machen und sagen, wo es konkret welche Lücken gibt.»

Brandenburgs Bildungsministerin Martin Münch (SPD) wirbt unter anderem damit, dass alle Lehrkräfte verbeamtet werden, wenn sie dies wollen. Um den Bedarf an den Oberschulen zu decken, sollen Gymnasiallehrer für diese Schulform gewonnen werden. Diese hätten dann jedoch die besten Möglichkeiten ans Gymnasium zu wechseln, sobald dort Kräfte fehlten. (dpa)

zum Bericht: Bundesweite Anzeigen-Kampagne: Brandenburg sucht 700 Lehrer

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