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Ermittlungen gegen Rektorin nach «Sieg Heil»-Ruf

ANSBACH/WEIßENBURG. Nach dem «Sieg Heil»-Ruf einer Schulrektorin aus dem mittelfränkischen Weißenburg ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. «Wir sind durch einen Zeitungsbericht darauf aufmerksam geworden und prüfen den Vorgang jetzt», sagte der Ansbacher Staatsanwalt Alfred Huber. Er bestätigte damit einen Bericht der «Nürnberger Zeitung». Es gehe um den Straftatbestand des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Zunächst müsse die Leiterin der Realschule gehört werden, die bei einem Wettbewerb Schüler mit dem NS-Gruß «Sieg Heil» angefeuert hatte, sowie einige Zeugen. «Wir müssen uns ein Bild der Situation machen», sagte Huber.

Auch das bayerische Kultusministerium untersucht den Vorfall vom vergangenen Freitag zusammen mit der Schulaufsicht. Zu möglichen Konsequenzen für die Pädagogin wollte ein Sprecher bislang nichts sagen. Die Rektorin hatte sich nach Ministeriumsangaben sofort und noch während der Veranstaltung entschuldigt und sich «deutlich von jeglichem verfassungsfeindlichem Gedankengut und Tun distanziert». dpa

3 Kommentare

  1. Unglaublich, welche Wellen die vesehentlich unkorrekt formulierten Siegeswünsche der Rektorin beim Sportwettkampf ihrer Schüler schlagen. Dabei hat sich die Frau, nachdem sie ihren “rechtsxtremen” faux-pas bemerkte, umgehend entschuldigt und reuevoll von ihrer Wortwahl distanziert.
    Darf ich meinem Nachbarn eigentlich noch “Petri Heil” wünschen oder sollte ich zur Sicherheit lieber “Gut Fisch” sagen?

  2. Ok, jeder Lehrer kennt das: Ein Kind beschuldigt ein anderes, etwas Schlimmes gesagt oder getan zu haben und oft wird es “von seinen Freunden” bestätigt. Dann hört man das andere Kind und alles klingt ganz anders. Was, wie ist es denn bei der Rektorin gewesen? Inwiefern ist ihr das was “rausgerutscht”? Was hatte sie eigentlich sagen wollen? (Wir kennen es ebenfalls alle, dass wir einen Satz anders beenden, als wir ihn gedacht haben und dann passt das Ende nicht mehr zum Anfang.) Ich bitte um mehr Information.

    • Mir ist eigentlich klar, was die Rektorin ihren Schülerinnen hatte sagen wollen: ‘Ich wünsche euch den Sieg beim Wettlauf!’. Dass sie dies im Eifer des Gefechts kurz und knackig rüberbringen wollte und dabei unbewusst einen vorbelasteten Begriff in den Mund nahm, ist einfach nur Pech.
      Lebten wir nicht in einer Zeit mit fast schon hysterischem “Kampf gegen Rechts” und der damit verbundenen Gesinnungsschnüffelei, wäre die Sache auch kein Beinbruch, weil sie richtig verstanden würde. So aber wird bei jeder Gelegenheit sofort Schlimmes vermutet.
      Mir tut die Rektorin einfach nur leid.

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