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Hessen will Projekt für abbruchgefährdete Hauptschüler fortsetzen

WIESBADEN. Für Hauptschüler, in Hessen, die Gefahr laufen, ihren Abschluss nicht zu schaffen gibt es bislang das Programm SCHuB. Dabei lernen die JUgendlichen an zwei Wochentagen in Betrieben. Nach dem Auslaufen der EU-Förderung will Kultusminister Lorz das Programm weiter führen.

Das Land Hessen will Hauptschüler weiter fördern, die Gefahr laufen, ihren Abschluss nicht zu schaffen. Dies kündigte Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) an. Das Sonderprogramm namens «SchuB» – Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb – bietet Hauptschülern und auch Förderschülern mit sozialpädagogischer Anleitung eine spezielle Betreuung. In kleinen Klassen erhalten sie drei Tage Unterricht, an zwei Tagen in der Woche lernen sie in Betrieben. Ziel ist es, die Schüler mit Praxisbezug motiviert zum Abschluss zu bringen. Mehr als 80 Prozent schaffen dies laut Ministerium.

Ralph Alexander Lorz ist seit Kurzem hessischer Kultusminister. Foto:

Hessens Kultusminister Lorz will nach dem Auslaufen der EU-Fördergelder nötigenfalls selbst Finanzierungslücken im Hautschülerprogramm schließen. Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, (CC-by-sa 3.0/de)

Das Programm wurde zuletzt gemeinsam aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union finanziert. Die EU-Fördermittel sind jetzt aber ausgelaufen. Hessen sei aber zuversichtlich, dass sich Brüssel weiterhin an dem erfolgreichen Projekt beteilige, sagte Lorz. Lücken werde das Land schließen.

Im Schuljahr 2012/2013 haben sich mehr als 2300 Schüler in Hessen an über 100 Schulen an SchuB beteiligt. Die EU hat in den vergangenen sechs Jahren 4,2 Millionen Euro beigesteuert, Hessen pro Jahr jeweils 1,75 Millionen Euro. Lorz informierte auf Antrag der SPD den kulturpolitischen Ausschuss über die Zukunft von SchuB.

Die Opposition begrüßte, dass die Schulen jetzt Planungssicherheit hätten. Es sei jedoch falsch, wenn sich die Regierung künftig vor allem auf die neunten Klassen konzentrieren wolle, meinte der SPD-Abgeordnete Lothar Quanz. Man müsse wie bisher mit der achten Klasse beginnen. (dpa)

zum Bericht: Merkels “Bildungsrepublik” bleibt unerreicht – Zahl der Schulabbrecher geht nur langsam zurück

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