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Schleswig-Holsteins Philologen: Massiver Stellenabzug von den Gymnasien

Kiel. „Die Stärkung einer Schulart sieht anders aus.“ So kommentierte Helmut Siegmon, Vorsitzender des Philologenverbandes Schleswig-Holstein, das neue Lehrerstellen-Zuweisungs-Verfahren für das kommende Schuljahr 2014/2015. In jenem werde ein massiver Stellenabzug von den Gymnasien deutlich.

Siegmon dazu: „Schneller als man sich vorstellen mochte, treibt die Küstenkoalition die Schwächung und den Bildungsabbau an Gymnasien voran. Zum neuen Schuljahr werden landesweit 295 Lehrerplanstellen von den Gymnasien abgezogen. Dabei sind die Gymnasien trotz geringfügigen Schülerrückgangs immer noch am stärksten unterversorgt und leiden unter einem schädlich hohen Unterrichtsausfall.“

Mit bis zu sieben Lehrerstellen treffe der Stellenabzug etliche Gymnasien mit solcher Wucht, dass massive Unterrichtskürzungen, Klassenzusammenlegungen und Streichungen von zusätzlichen Angeboten unausweichlich sind. Der Stellenabzug sei unter anderem der Versorgung der neu genehmigten Oberstufen an Gemeinschaftsschulen und der Finanzierung schulgesetzlichen Folgeverpflichtungen geschuldet, die die Küstenkoalition vor der Schulgesetznovelle nicht öffentlich machen wollte, so der Pädagoge.

„Weil der natürliche altersbedingte Abgang nicht den Bedarfen der einzelnen Fächer folgt, wird es zu Teil- und Zwangsabordnungen und Zwangsversetzungen kommen, unter denen nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern Lehrkräfte gleichermaßen leiden.“ Siegmon sagt voraus: „Man darf annehmen, dass der Unmut in den Gymnasien, bei den Eltern, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern zu heftigen Protesten führen wird.“

 

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