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Ermittlungen gegen Rektorin nach «Sieg Heil»-Ruf eingestellt

ANSBACH. Gegen eine Geldauflage von 1000 Euro hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen eine Schulrektorin nach einem «Sieg-Heil»-Ruf bei einem Sportfest eingestellt. Die dienstrechtliche Untersuchung steht indes noch an.

Das Geld soll einem «Runden Tisch gegen Rechts» in Weißenburg, der mittelfränkischen Heimatstadt der Schulrektorin zukommen, teilte der Ansbacher Oberstaatsanwalt Gerhard Karl mit. Er bestätigte damit Medienberichte. Die Ermittler hatten der Lehrerin das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen.

Der «Sieg-Heil»-Ruf während eines Schülerwettbewerbs sei eine «Spontanäußerung» gewesen, sagte Karl. Zudem habe die Rektorin sofort klargestellt, wie sie die Äußerung gemeint habe. Sie habe sich umgehend dafür entschuldigt. Auch hätten die Ermittler festgestellt, dass bei der Pädagogin kein rechtsradikaler Hintergrund vorliege.

Unklar ist noch, welche Konsequenzen das Kultusministerium zieht. Ein Ministeriumssprecher sagte, der Fall werde dienstrechtlich untersucht. Solche Äußerungen aus dem Wortschatz des Nationalsozialismus seien nicht hinnehmbar. Derzeit warte man aber noch auf die offiziellen Informationen der Staatsanwaltschaft. (dpa)

zum Bericht: Ermittlungen gegen Rektorin nach «Sieg Heil»-Ruf

Ein Kommentar

  1. Unglaublich, was die hysterische Schnüffelei nach rechtem Gedankengut so anrichtet. Es war doch klar, dass die Rektorin sich im Eifer des sportlichen Schülerwettkampfs nur in der Wortwahl vergriffen hatte und dies, nachdem sie es bemerkt hatte, sogleich bereute.
    Es kann einem Angst und Bange werden bei dieser Gesinnungsschnüffelei, die jede Menge Raum lässt für Unterstellungen, wenn jemand aus irgendeinem Grund ins Abseits bugsiert werden soll.

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