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Neues Schulrecht in Hessen – Aber kaum ein Gymnasium lässt Fünft- bis Siebtklässler zu G9 wechseln

FRANKFURT/MAIN. Das geänderte Schulgesetz soll mehr Wahlfreiheit geben – doch die hessischen Schulen können diese nach Ansicht von Lehrern und Eltern kaum nutzen. Die hessische Landesregierung hatte Mitte März beschlossen, auch den bestehenden Jahrgängen fünf, sechs und sieben den Wechsel von G8 zu G9 zu ermöglichen, falls die Schule und genügend Eltern zustimmten.

Eine Rückkehr der laufenden fünften, sechsten und siebten Klassen zum neunjährigen Gymnasium sei aber zu riskant für die Schulorganisation, sagte die Vorsitzende der Landesdirektorenkonferenz, Elisabeth Waldorff.

Die Eltern sind enttäuscht: «Die Gesetzesänderung war total für die Füße», sagte Alix Puhl, die Vorsitzende des Frankfurter Stadtelternbeirats. «Die Schulen lassen sich nicht mehr auf das Spiel ein.» Auch Andreas Bartels, Sprecher der Initiative «G9» kritisierte den Beschluss der Regierung: «Die Behauptung der Regierung, der Elternwille sei maßgeblich, ist eine Mogelpackung.» dpa

3 Kommentare

  1. Die Eltern wissen nicht und die Landesregierung verschleiert in der Öffentlichkeit, wie viel Arbeit eine Lehrplanumstellung im laufenden Betrieb für bereits eingeschulte Jahrgänge macht. Bei der jetzigen 7 müsste man zwei Schuljahre auf drei strecken. Wie das gehen soll ohne dass sich die Schüler langweilen und die Lehrer keine vernünftigen Unterrichtsinhalte mehr finden, ist mir schleierhaft.

  2. … niemand wollte G8 außer der Wirtschaft und der CDU. Jetzt hat die Politik die Karre mit Bravour in die Wüste manövriert und drückt nun den Schulen den Autoschlüssel in die Hand nach dem Motto: „… und jetzt dürft ihr bestimmen, wo’s hingehen soll!“ Na vielen herzlichen Dank, liebe Politiker!

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