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Niedersachsen prüft Klassenfahrten ohne Lehrer

HANNOVER. Das niedersächsische Kultusministerium prüft derzeit, ob Schul-Klassenfahrten auch ohne Lehrerbegleitung möglich sind. «Das ist ein charmanter Vorschlag», sagte ein Sprecher in Hannover. Ein Ergebnis sei erst nach Ostern zu erwarten, da viele versicherungstechnische und rechtliche Fragen zu klären seien. Im Ministerium gebe es noch keine Tendenz für oder gegen die Idee. Eltern hatten angeboten, Klassenfahrten zu begleiten, wenn sich keine Lehrer dafür finden. An einigen Gymnasien hatten Lehrer wegen der Verlängerung ihrer Unterrichtsverpflichtung um eine Stunde auf 24,5 Stunden angekündigt, Klassenfahrten streichen zu wollen. dpa

Klassenfahrten sind pädagogisch wertvoll - und für Lehrer bislang häufig auch teuer. Foto: gostockholmgoeteborg / (CC BY-NC-SA 2.0)

Klassenfahrten sind pädagogisch wertvoll – und für Lehrer bislang häufig auch teuer. Foto: gostockholmgoeteborg / (CC BY-NC-SA 2.0)

5 Kommentare

  1. Klassenfahrten ohne Lehrer – das ist DIE Lösung. Die Lehrer hätten Zeit, notwendige Dinge in der Schule zu erledigen, Sammlungen aufzuräumen, einen Teil der geforderten Arbeitspläne zu schreiben, – die Kinder können etwas Fun haben ohne die Gefahr, dass in der Klassenfahrt heimlich pädagogischer Sinn oder gar „Unterricht am anderen Ort“ eingeschmuggelt wird …

    • Ich gehe von Ironie aus ;-).

      Falls nicht: Während der Abschlussfahrten, wenn also ein kompletter Jahrgang fehlt, fallen für den Lehrer nur einzelne Stunden aus, die häufig vertreten werden müssen. Mit Aufräumen & co ist dann nicht weit her.

  2. Ich hoffe ja nur, dass die Planung auch extern gemacht wird. Außerdem bin ich gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte von Begleitpersonen 🙂

  3. Na dann los!
    Sollen doch die Eltern oder die volljährigen Schüler planen, sich die Ohren heiß telefonieren, Programme aufstellen, sich die Nächte um die Ohren schlagen.
    Manchen Eltern würde es gut tun, wenn sie mal ihre ach so braven Kids im Klassenverband sehen.
    Bei unserer Abschlussfahrt nach Rom (mit Lehrern) war eine Mutter dabei, die war erstaunt, wie ihr Sohn ges.. äh getrunken hat.
    Das größte Hindernis sehe ich allerdings in der Versicherungsfrage!
    Die normale Haftpflichtversicherung der Begleiteltern deckt sicher so ein Risiko nicht ab.
    Auch die Gemeindeunfallversicherung fragt doch immer, wo der Lehrer war.
    So was könnte daher nur außerhalb der Schulzeit stattfinden und da, denke ich, wäre der Teilnehmerkreis auf einmal so klein, dass sich eine Fahrt nicht rentiert.

    rfalio

  4. Ich bin immer noch erstaunt über diesen Vorstoß der Elternschaft.Warum wird Lehrer nicht einfach die entsprechende Entlastung für Organisation und Durchführung gewährt, anstatt neue Gesetze/Erlasse zu diskutieren. Klassenfahrten etc. gehören zum Schulleben und ich bin sehr gewillt diese durchzuführen, allerdings sollte es dafür auch die entsprechende Entlastung geben. Dies haben unlängst auch Elternverbände, zum Beispiel im Oldenburger Raum gefordert

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