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Immer mehr Mütter arbeiten

BERLIN. Immer mehr Mütter sind nach Informationen der «Welt am Sonntag» erwerbstätig. Nach der Geburt eines Kindes kehrten sie immer früher an ihren Arbeitsplatz zurück, berichtet die Zeitung unter Berufung auf ein Dossier des Bundesfamilienministeriums zur Müttererwerbstätigkeit. Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) zeigte sich zufrieden mit dieser Entwicklung. Mütter mit kleinen Kindern eroberten sich den Arbeitsmarkt zurück, sagte sie dem Blatt.

Das Dossier, das von der Prognos AG im Auftrag des Familienministeriums erstellt wurde, basiert dem Bericht zufolge auf den Zahlen des Mikrozensus für 2012 sowie auf mehreren aktuellen Studien. Danach arbeiten 41 Prozent der Mütter mit Kindern zwischen ein und zwei Jahren bereits wieder; sind die Kinder zwischen zwei und drei Jahren, liegt der Anteil der berufstätigen Mütter sogar bei 54 Prozent. 2006 waren die entsprechenden Werte noch acht beziehungsweise zwölf Prozentpunkte niedriger.

55 Prozent der jungen, gut qualifizierten Frauen planten für sich eine Elternzeit von etwa einem Jahr, heißt es in dem Bericht. Häufig scheitere eine frühere Berufsrückkehr jedoch an den Rahmenbedingungen. So fehlten die passende Kinderbetreuung oder der richtige Job mit entsprechend flexiblen Arbeitszeiten. dpa

2 Kommentare

  1. Das “Warum arbeiten junge Mütter wieder so früh?” wird in dem Artikel nicht berücksichtigt. Schade. Vielleicht hat jemand ja eine Idee und kann diese Frage beantworten (Achtung: Rethorisch gemeinte Frage!).
    Ein Blick in die Lebenshaltungskosten der Familien offenbart den Grund dafür. Auch wenn es die Politiker freut, manche junge Mutter würde bestimmt gerne ihren Nachwuchs aufwachsen sehen, genau wie manch junger Vater, für den Elternzeit aber ein weit aus größerer Karrierekiller ist als für die Mutter!
    Nur wenige profitorientiere Unternehmen besitzen einen Kindergarten oder gar eine Kinder-Tages-Einrichtung.
    Die Frage ist wann oder besser ob sich das änderen wird.

    • Sie haben Recht. Die Lebenshaltungskosten sowie das Rentensystem zwingen junge Mütter und Väter zum Doppelverdienst, was politisch offensichtlich gewollt ist.
      “Kinder in staatliche Obhut und Eltern an die Werkbank!” lautet die Übersetzung des frommen Spruches “Vereinbarkeit von Familie und Beruf”.
      Kein Wunder, dass viele Frauen und Männer ihren Kinderwunsch aufgeben oder auf spätere Zeiten verschieben, bis es oft zu spät ist.
      Warum sollen sie Kinder in die Welt setzen, wenn sie deren Aufwachsen immer weniger miterleben?

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