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Grüne: Späterer Schulbeginn nach deutschen WM-Spielen in Brasilien

MÜNCHEN. Die bayrischen Grünen machen sich für einen späteren Schulbeginn nach nächtlichen Fußball-WM-Spielen der deutschen Nationalmannschaft stark: Wenn Begegnungen in Brasilien erst spätabends nach 22 Uhr deutscher Zeit angepfiffen werden, sollen Schulen den Unterrichtsbeginn nach hinten schieben dürfen. Das Kultusministerium solle eine entsprechende Empfehlung geben, sagte der Grünen-Bildungspolitiker Thomas Gehring.

Fußballfans im Münchener Olympiastdion während der WM 2006. (Foto: Missenheim.de/Flickr CC BY 2.0)

Fußballfans im Münchener Olympiastdion während der WM 2006. (Foto: Missenheim.de/Flickr CC BY 2.0)

«Ein späterer Unterrichtsbeginn nützt nicht nur den Kindern, sondern auch den Lehrerinnen und Lehrern, die dann nicht vor einer gähnenden Klasse unterrichten müssen», argumentierte er. Gehring hat ausgerechnet, dass maximal drei Schultage betroffen sein könnten – wenn die deutsche Elf ins Finale einzieht. Das späte Vorrundenspiel gegen Ghana falle dagegen auf einen Samstag. dpa

4 Kommentare

  1. Und natürlich ändern alle Busunternehmen sowie die Bahn ihre Fahrpläne für diesen Tag. Schade, dass Politiker nicht mit dem Leben auf dem Land vertraut sind.

    • Ojeminee – drei Tage, in denen müde SchülerInnen in der Klasse sitzen und einschlafen, wenn sich die fußballbegeisterten Eltern bei ihren Sprösslingen nicht durchsetzen und diese rechtzeitig ins Bett schicken – oder wenn sie meinen, diese unbedingt mit zu irgendeinem Public Viewing mitschleppen zu müssen, das so spät abends stattfindet!!!
      Ich habe den Verdacht, dass dem Fußball hierzulande doch so langsam der Status eines goldenen Kalbs zugesprochen wird.
      Ist es wirklich dramatisch, wenn ein fußballbegeistertes Kind / ein fußballbegeisterter Jugendlicher einige Spiele der deutschen Mannschaft verpasst? Und wenn ja, dann müssen die Eltern halt einfach damit leben, dass ihr Sprössling an diesem Tag ein wenig unfit zur Schule kommt.
      Man könnte die Schulen ja bitten, an den Tagen nach den späten deutschen WM-Spielen nicht unbedingt wichtige Arbeiten schreiben zu lassen, das wäre sicherlich ohne große Probleme umsetzbar und würde den Kindern und Jugendlichen, die glauben, ihr Lebensglück hänge von einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft in der WM ab, sehr entgegenkommen…. (Außerdem glaube ich, dass LehrerInnen, die das Wohl ihrer SchülerInnen im Blick haben auch schon von selbst auf die Idee kommen, an diesen Tagen nicht unbedingt eine Arbeit anzusetzen…)

  2. Ich vertrete eher die Devise „Wer Fußball gucken kann, kann auch um 8:00 Uhr arbeiten.“, wobei arbeiten sowohl für die Lehrer als auch für die Schüler gilt. Im Übrigen sollen die Grünen froh sein, dass Deutschland nie um Mitternacht (MESZ) spielt.

    • Ich geben Ihnen uneingeschränkt recht, XXX! Des Weiteren möchte ich den Arbeitgeber sehen, der seine AN und Azubis wegen der WM in Brasilien später antreten lässt. Die Grünen scheinen wohl ein wenig unter Realitätsverlust zu leiden.

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