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Kultusministerium warnt Lehrer vor Korruption – durch Schulfotografen

MÜNCHEN. Das bayerische Kultusministerium warnt die über 100.000 Lehrer im Freistaat vor möglicher Bestechung. Die potenziellen Täter sind Schulfotografen. Da diese den Lehrern immer wieder Geschenke anbieten, informiert das Ministerium deshalb in einem Brief an sämtliche Schulen «aus Fürsorgegründen» die Pädagogen: Die Annahme von Zuwendungen sei verboten – auch wenn die Geschenke über einen Förderverein oder den Elternbeirat angeboten werden.

«Rein vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass im Falle der Bestechlichkeit – sofern es sich nicht um einen minder schweren Fall handelt – Paragraf 332 Strafgesetzbuch eine sechsmonatige Haftstrafe als Mindeststrafe vorsieht», heißt es in dem Schreiben. Fotoaktionen gibt es an vielen Schulen ebenso wie in manchen Horten. Die Fotografen erhalten von der Schulleitung die Erlaubnis zum Fotografieren der Kinder und bieten die Aufnahmen anschließend den Eltern zum Kauf an.

Doch das Haus von Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) hat auch einen Ratschlag für die Bundesvereinigung der deutschen Schulfotografen: Billigere Preise anstelle von Geschenken – «statt der Gewährung von Zuwendungen die Bilder preiswerter anzubieten», wie es in dem Brief heißt. Die im Rahmen der Schulfotoaktionen gewährten Zuwendungen würden nämlich «letztlich über einen höheren Preis für die Fotos und damit im Ergebnis durch die Eltern gegenfinanziert werden». dpa

2 Kommentare

  1. … mafiöse Strukturen bei bayerischen Schulfotografen…Abgründe tun sich auf…

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