Startseite ::: Leben ::: Anke Engelke: „Eltern definieren den Kosmos ihres Kindes“

Anke Engelke: „Eltern definieren den Kosmos ihres Kindes“

HAMBURG. Anke Engelke quatscht in der U-Bahn gern mal Jugendliche an, wenn „die sich daneben benehmen“, wie sie in der Jubiläumsausgabe des Magazins „Brigitte“ sagt. „Einem Fremden nimmt man das ja anders übel als zum Beispiel einem Elternteil. Im Zweifel kennen mich die Kinder und Jugendlichen auch. Dann müssen sie erstmal damit klarkommen, dass das die Frau aus dem Fernsehen war, die sie da eben angesprochen hat.“

Anke Engelke möchte nicht Familienministerin sein. Aus ihrer Sicht fehlt es in Deutschland an Unterstützung für Familien „und da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll mit der Kritik.“ Engelkes Lösung für ihre eigenen drei Kinder: privates Engagement. „Wen ich gewählt habe, interessiert niemanden, wenn ich ein Betreuungsproblem habe – mittwochs um halb fünf.“ Sie sei eine große Freundin von Netzwerken: „Meine Klamottenpakete, Kinderwagen, Kinderwiege und so weiter wandern durch unseren Freundeskreis.“

Die Entertainerin Anke Engelke auf dem Berlin-Film-Festival 2010. ( Foto: Sibbi/Wikimedia CC BY 3.0)

Die Entertainerin Anke Engelke auf dem Berlin-Film-Festival 2010. ( Foto: Sibbi/Wikimedia CC BY 3.0)

Anke Engelke findet, dass nur faule Eltern ihre Kinder fernsehen lassen. „Ich glaube, ein Fernseher, der fünf Stunden am Tag läuft, macht stumpf.“ Wenn überhaupt, sollte man mit Kindern gemeinsam schauen. Auch Internet für Kinder lehnt Engelke komplett ab, ein iPad sollte nicht achtlos rumliegen: „Dafür habe ich kein Verständnis. Alles, was rumsteht, ist für das Kind natürlich Teil des Lebens. Also, wenn die Eltern gern eine Flasche Wein trinken, dann steht da halt irgendwo eine Flasche Wein rum, und die gehört dann zum Kosmos des Kindes – auch eines kleinen Kindes. Das ist Alltag. Wenn die Eltern rauchen, wenn sie sich streiten, wenn das iPad rumliegt, alles normal. Eltern definieren den Kosmos ihres Kindes. Es ist einfach, zu sagen, das gehört nun mal dazu. Das Diktat der Alternativlosigkeit.“ nin

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*