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Auch im Fußball: Unicef prangert Kinderarbeit in Brasilien an

KÖLN. Kinderarbeit ist nach Erkenntnissen von Unicef auch im brasilianischen Fußball ein Problem. Zum Beginn der Weltmeisterschaft in Brasilien prangert das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen die Ausbeutung von Kindern im Gastgeberland an. Rund 3,7 Millionen brasilianische Mädchen und Jungen zwischen 5 und 17 Jahren arbeiteten mindestens 28 Stunden pro Woche, sagte ein Unicef-Sprecher in Köln. Das entspreche 8,6 Prozent der gesamten Altersgruppe.

Ein bisher eher unbekanntes Problem sei die Arbeit in Modelagenturen und im Profifußball. Einem  veröffentlichten Bericht des Kinderhilfswerks zufolge verpassen viele Kinder und Jugendliche durch lange Trainingszeiten regelmäßig den Schulunterricht und sind von ihren Familien getrennt.

Brasilien hat nach Unicef-Angaben zahlreiche Maßnahmen getroffen, um die Kinderarbeit zurückzudrängen, etwa Gesetzesänderungen und Programme zur Armutsbekämpfung. Verhindern könnten sie die Ausbeutung von Kindern jedoch nicht – sei es in der Landwirtschaft, im Haushalt oder auch in kriminellen Gangs.

Mit Schulungen von Sicherheitskräften und Lehrern hat Unicef nach eigenen Angaben vor der WM versucht, für die Nöte von Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren. Anlass für den Unicef-Appell ist der Welttag gegen Kinderarbeit, der mit dem WM-Start an diesem Donnerstag zusammenfällt. dpa

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