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Beifall für Erhalt von Lehrerstellen in Schleswig-Holstein

KIEL. Der Erhalt von 728 Lehrerstellen in Schleswig-Holstein sorgt bei der Bildungsgewerkschaft GEW für große Zufriedenheit. „Die Umkehr bei den Stellenstreichungen verdient großen Beifall. Das ist wirklich eine gute Nachricht. Endlich trägt unser stetiges Engagement Früchte, auch wenn dadurch bei weitem nicht alle Probleme an den Schulen gelöst werden“, sagt Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft in Kiel.

Junge Lehrer könnten nun auf einen festen Arbeitsplatz in Schleswig-Holstein hoffen. Ärgerlich sei allerdings, dass Kindertagesstätten und Hochschulen nicht von den Bildungsmillionen profitieren würden.

Die nicht gestrichenen Stellen sollten nach Meinung der GEW für die Erteilung des eigentlich vorgesehenen Unterrichts, Differenzierungsstunden und kleinere Klassen eingesetzt werden. Daneben stehe die Entlastung von Lehrern in Inklusionsklassen durch mehr Doppelbesetzungen an erster Stelle, so Heidn. „Das reduziert nicht nur die starken Belastungen für die Lehrkräfte, sondern sorgt auch dafür, dass Kinder und Jugendliche im Unterricht davon profitieren.“

Reserviert fiel das Urteil des GEW-Landesvorsitzenden zur Einführung von schulischen Assistenzstellen aus: „Für die Inklusion brauchen wir in erster Linie mehr Sonderschullehrer. Deren Stellen dürfen nicht unbesetzt bleiben. Wenn dann Assistenzkräfte hinzukommen, umso besser.“ Allerdings sollten sie laut Heidn auf jeden Fall über eine pädagogische Ausbildung verfügen, zum Beispiel als Heilpädagoge oder Erzieher, und feste Stellen erhalten.

Trotz dieses Erfolgs werde sich die GEW jetzt nicht zurücklehnen, sondern „weiterhin mit großem Engagement für Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in allen Bildungsbereichen eintreten“, kündigt der Landesvorsitzende an. Schließlich dauere die Unterfinanzierung der Hochschulen an, die Erzieherinnen in den Kindertagesstätten könnten weiterhin nicht mit Arbeitserleichterungen rechnen und auch an den Schulen gebe es noch sehr viel zu verbessern.

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