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Lehrer jüdischer Schulen fordern Gleichberechtigung

BERLIN. Die Hälfte der Lehrkräfte des Jüdischen Gymnasiums Moses Mendelssohn und der Jüdischen Heinz-Galinski-Grundschule beteiligten sich am Mittwoch, dem 25. Juni, am Warnstreik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin.

Seit Oktober 2013 hat die Bildungsgewerkschaft nach eigenen Angaben im Auftrag ihrer Mitglieder dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Gideon Joffe, mehrere Termine vorgeschlagen, um Verhandlungen über einen Tarifvertrag für die Lehrkräfte am Jüdischen Gymnasium und an der Heinz-Galinski-Schule aufzunehmen. Die entsprechenden Schreiben vom 18. Oktober 2013, vom 19. Dezember 2013, vom 23. Januar 2014 und vom 08. März 2014 seien von der Jüdischen Gemeinde nicht beantwortet worden. Auch ein Telefonat sei verweigert worden.

Zwar habe der Arbeitgeber nach dem Warnstreik am Jüdischen Gymnasium reagiert und Zulagen an die Beschäftigten der Jüdischen Gemeinde ausgezahlt sowie erklärt, dass nun der „Tarifstand 2013“ erreicht sei. Allerdings seien Regelungen, die für Beschäftigte des Landes gelten, wie die Besitzstandszulagen für Kinder und andere Regelungen, nicht nachvollzogen worden, so die Bildungsgewerkschaft. Außerdem gebe es Lehrkräfte, denen ohne weitere Erläuterungen nach zwölf Jahren Gehaltsstillstand nur eine Erhöhung von drei Prozent gezahlt worden sei.

Deshalb hätten die Lehrkräfte laut GEW Berlin beschlossen, ihre Forderung nach tarifvertraglicher Regelung ihrer Arbeits- und Einkommensbedingungen aufrechtzuerhalten. Nach Angaben der Gewerkschaft verlangen sie eine vergleichbare Bezahlung wie die Berliner Tarifbeschäftigten. Soweit es aufgrund der besonderen Bedingungen in der Jüdischen Gemeinde nicht möglich sei, die Regelungen des Landes Berlin anzuwenden, müssten besondere Vereinbarungen getroffen werden.

Wegen der Verweigerungshaltung der Jüdischen Gemeinde hätten die Beschäftigten keine andere Möglichkeit gesehen, als ihrem Arbeitgeber Gideon Joffe ihre Forderungen am 25. Juni gemeinsam zu überbringen, so Udo Mertens, Vorstandsbereichsleiter Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik der GEW Berlin. „Wir hoffen, damit den Vorstand zu überzeugen, dass die Aufnahme von Tarifverhandlungen auch in seinem Interesse liegen sollte. Es geht aber nicht ums Geld, sondern vor allem auch um Verlässlichkeit und Rechtssicherheit, die nur ein Tarifvertrag geben kann.“

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