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Neue Runde im Streit um Sommerferien-Regelung

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BERLIN/KIEL. Der Streit zwischen Wirtschafts- und Kultusministern um die künftige Terminplanung der Sommer-Schulferien in den 16 Ländern geht in eine neue Runde. Schleswig-Holsteins Kultusministerin Waltraud Wende (parteilos) wird auf der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag in Berlin voraussichtlich einen bereits zwischen den Schulministerien der Länder abgestimmten Entwurf ablehnen. Dies bestätigte ihr Sprecher. Grund sei ein einstimmiger Beschluss des Kabinetts in Kiel. Ohne Wendes Zustimmung in der KMK kann die Ferienordnung nicht verabschiedet werden.

Hintergrund ist der alte Streit zwischen Tourismuswirtschaft und Schulpolitikern über die Ausschöpfung eines Zeitkorridors bei der Ferien-Terminplanung. Auch die Wirtschaftsministerkonferenz der Länder hatte in der vergangenen Woche den KMK-Entwurf für die Sommerferienordnung 2018 bis 2024 geschlossen abgelehnt.

Die Wirtschaftsminister dringen im Interesse der Tourismusbranche auf einen frühen Ferienstart möglichst schon Anfang bis Mitte Juni. Die Kultusminister führen dagegen pädagogische Argumente an: So sollen die beiden Schulhalbjahre möglichst gleich lang sein und die Prüfphase für das Abitur zwischen Ostern und der Sommerpause nicht zu sehr komprimiert werden – vor allem in Jahren mit spätem Osterfest. dpa

5 Kommentare

  1. „Wara“ Wende ist die größte Katastrophe, die im Bildungsbereich in Deutschland rumläuft. Als Bildungsministerin sollte sie die Interessen der Kinder und Lehrer vertreten, nicht die der Wirtschaft.

  2. Die Sommerferien sollten wieder 8 Wochen dauern und zwischen den Halbjahren sollte es mindestens 2 Wochen Ferien geben (gerne wieder 3 Woche). Daneben reichen 1 Woche Herbstferien und die Ferien „zwischen den Jahren“ – ansonsten nur noch die Feiertage. So wird das Schuljahr nicht permanent von Ferien zerrissen und Eltern haben auch viel Zeit für einen Urlaub mit ihren Kindern.

    • (Dauerten die Sommerferien mal acht Wochen?)

      Acht Wochen Sommerferien wollen Sie den Eltern doch nicht antun ?!? Nach den 6 1/2 Wochen können die Kinder bereits nicht mehr viel mit sich anfangen. Im Übrigen war es ein Segen, als in NRW die Osterferien von drei auf zwei Wochen verkürzt und die Herbstferien auf zwei Wochen verlängert wurden.

      Darüber hinaus wäre nach Ihrem Modell das zweite Halbjahr abgesehen von den Feiertagen komplett frei von Ferien. Wie es Ihnen geht, weiß ich nicht, aber nach meiner Erfahrung gehen Schüler und Lehrer kurz vor den Osterferien, also nach bis zu drei Monaten durchgehend ohne Ferien, auf dem Zahnfleisch.

    • Nein, bitte nicht 8 Wochen am Stück! Gerade die Ferien zwischendurch sind für mich besonders wichtig.

  3. Es kommt doch sehr darauf an, zu welchem Zeitpunkt die Ferien liegen:
    Bundesländer, die ständig hin und her wechseln, haben zu verschiedenen Zeiten Ferien.
    Beginnen wir früh – also Mitte/Ende Juni, benötigt man nach Ostern samt Himmelfahrt und Pfingsten keine zusätzlichen Ferien. Dafür ist womöglich die Zeit im Herbst, also zwischen Sommerferien und Weihnachten sehr lang.
    Beginnen wir sehr spät – also Ende Juli, wie in diesem Jahr, ist die Zeit zwischen Ostern, obwohl es spät liegt, und den Sommerferien sehr lang. BY und BW haben dort noch 1-2 Wochen Ferien zu Pfingsten und Fronleichnahm ist dort auch frei, die Länder im Norden haben zu Himmelfahrt und Pfingsten (jetzt) gerade ein langes WE, nun aber noch viele Wochen bis zu den Sommerferien.

    Der Ferienbeginn konnte bisher um ca. 6 Wochen variieren, vom 4teachers-Sommertreffen der letzten 10 Jahre wissen wir, dass jedes Mal (außer 2014) es genau 1 WE gab, an dem die einen ihre Ferien beendeten und die anderen begannen – also ein Ferienzeitraum von ziemlich genau 12 Wochen.
    Diesen Umfang stärker zu erweitern heißt auch, dass die Länge der Schuljahre noch stärker variieren wird.
    Niedersachsen 2013/14: 35 1/2 Wochen, 2014/15: 43 1/2 Wochen, dabei bleibt die Anzahl der Klassenarbeiten gleich, Aktionen etc. müssen auch alle untergebracht werden.

    @sofawolf: wieso „wieder“?

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