Startseite ::: Leben ::: Studie rügt Ausbildungsbetriebe: Mit der Inklusion ist nach der Schule Schluss

Studie rügt Ausbildungsbetriebe: Mit der Inklusion ist nach der Schule Schluss

GÜTERSLOH. Gemeinsames Lernen von Behinderten und Nichtbehinderten in der Berufsausbildung spielt in der deutschen Wirtschaft kaum eine Rolle. Von jährlich 50.000 Schulabgängern mit speziellem Förderbedarf finden nach einer repräsentativen Studie der Bertelsmann-Stiftung nur rund 3500 einen Ausbildungsplatz. Während die Inklusion in der Schulpolitik ein zentrales Thema ist, finde sie in der Berufsausbildung kaum statt, klagt die Stiftung in der Untersuchung. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) forderte in der «Welt» ein stärkeres Bemühen um behinderte Menschen im Berufsleben.

Schulabgänger mit Behinderungen - hier ein junger Mann mit Down-Syndrom - haben wenig Chancen, eine Lehrstelle zu finden. Foto: Saucy Salad / flickr (CC BY 2.0)

Schulabgänger mit Behinderungen – hier ein junger Mann mit Down-Syndrom – haben wenig Chancen, eine Lehrstelle zu finden. Foto: Saucy Salad / flickr (CC BY 2.0)

Inklusion ist das von einer UN-Konvention verlangte gemeinsame Lernen von Behinderten und Nichtbehinderten. Als Gründe für den Mangel im deutschen dualen Ausbildungssystem zeigt die Studie zu starre Regeln auf. Der vorgeschriebene Zeitablauf in der Ausbildung orientiere sich zu wenig an der individuellen Situation der Auszubildenden. Außerdem belege die Befragung bei über 1000 Betrieben zwar eine Offenheit für Inklusion, aber auch ein großes Informationsdefizit.

Nach Worten von Ministerin Wanka reicht es nicht mehr aus, bei der Inklusion nur über die Schulen zu sprechen. Die UN-Konvention beschränke sich nicht auf den Bildungsbereich. «Wir müssen dafür sorgen, dass sich unsere Berufswelt den Herausforderungen der Inklusion verstärkt stellt», sagte Wanka der «Welt» weiter.

Staatliche Unterstützungsangebote wie Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung oder Kostenübernahmen für Umbauten am Arbeitsplatz sind bei weniger als der Hälfte der Betriebe bekannt, die bereits behinderte Jugendliche ausbilden. Nur ein Viertel der Unternehmen nutzt die mögliche Förderung. Laut Untersuchung wünschen sich über 80 Prozent der Befragten mehr Transparenz darüber, woher sie Unterstützung bekommen. 70 Prozent beklagten zu viel Bürokratie.

Nur etwa jedes vierte Unternehmen, das ausbilden darf, hat Erfahrungen mit Jugendlichen mit Behinderung gemacht. Die Hälfte von ihnen bewertet diese als positiv. Gut acht Prozent beklagten negative Erfahrungen. Über 47 Prozent sehen die Entscheidung für eine Ausbildung von Jugendlichen mit Behinderung aber als überwiegend positiv. Die Empfehlung dieser Unternehmen: «Einfach machen und ausprobieren.»

«Inklusion darf sich nicht auf Kindergarten und Schule beschränken. Jugendliche mit Behinderung brauchen nach der Schule eine Perspektive und bessere Chancen auf einen Berufseinstieg», sagt Stiftungsvorstand Jörg Dräger laut Pressemitteilung.

Welche Schüler sind eigentlich für welche Ausbildung geeignet? «In dieser Frage gibt es bei den Unternehmen oft keine Antworten», sagte Claudia Burkard von der Bertelsmann-Stiftung. Offen sei auch das Thema Berufsschulen, so Burkhard. Es gebe zwar Förderberufsschulen, aber die Berufsschulen an sich sind beim Thema Inklusion bislang außen vor. «Der Verband der Berufsschullehrer fordert schon länger Geld und Konzepte. Bislang aber ohne Erfolg», sagt Burkhard. dpa

Zum Bericht: Deutschland diskutiert die Inklusion – “Fall Henri” bei Günther Jauch

12 Kommentare

  1. Mich würde mal interessieren, wie das in den Ländern aussieht, die wesentliche weiter mit der Inklusion im schulischen Bereich sind als wir. Bestimmte Körperbehinderungen werden ja auch bei uns inzwischen in den Regelschulen und sicherlich auch später in bestimmten Branchen am Arbeitsmarkt aufgenommen. Aber wie sieht es mit den geistig behinderten Menschen aus? Es gibt diverse Einrichtungen, in denen die geistig behinderten Menschen bei uns eine Arbeit finden können. (Wie viele Arbeitsplätze im Verhältnis zu den Arbeitssuchenden dort angeboten werden, weiß ich aber nicht.)
    Allerdings könnte ich mir schon vorstellen, dass es in gewissen Bereichen schwierig wird, geistig Behinderte in “normalen” Berufen zu “inkludieren”, zumal die Aufgaben häufig immer mehr Fachwissen benötigen.

    Ist die Inklusion außerhalb der Schule in den Inklusions-starken Ländern besser als bei uns? Gibt es dort auch geistig Behinderte in den “normalen” Berufen? Oder bezieht sich die Inklusion dort auch eher auf die Körperbehinderung? Hat davon vielleicht jemand hier im Forum eine Ahnung?

    • PseudoPolitiker

      Was heißt “weiter mit der Inklusion im schulischen Bereich” sein? Meinen Sie die Qualität oder nur den Zeitfaktor. Bei letzterem kann ich Ihnen zustimmen, bei ersterem nicht.

      • Hmmm – mir ist jetzt nicht wirklich klar, wobei Sie mir zustimmen wollen oder nicht… Eigentlich habe ich da oben eine Frage gestellt und weniger eine Aussage getroffen…

        Es geht um die Länder, die immer als Inklusionsbeispiele herangezogen werden, in denen die Inklusion schon zu 80 Prozent gelingt – zumindest nach den Aussagen der OECD (oder wer immer dafür zuständig ist). Die Länder sind – so wie ich das verstanden habe – “weiter mit der Inklusion im schulischen Bereich”. Aber gilt das auch für die Arbeitswelt? Sind die da auch so fortschrittlich und inkludieren ihre Behinderten in den Berufen? Und wenn ja, wie sieht das mit den geistig Behinderten aus? Kann man die überhaupt in “normalen” Berufen inkludieren?

  2. Ursula Prasuhn

    @Kira-2 Auch ich habe Ihre Frage primär als Aussage verstanden, die Sie jetzt noch einmal konkretisieren: „Es geht um die Länder,…, in denen die Inklusion schon zu 80 Prozent gelingt – zumindest nach den Aussagen der OECD (oder wer immer dafür zuständig ist).”
    Sie legen erneut nahe, dass es solche Länder gibt und verweisen zusätzlich auf eine imaginäre Zuständigkeitsstelle, die das Gelingen objektiv feststellt. Dabei tippen Sie auf die OECD.
    Soweit ich weiß, gibt es keine solche Stelle. Jedenfalls kenne ich nur lobbyistische Thesen in objektiviertem Gewand. Auch Andreas Schleicher, der Pisa-Chef der OECD, ist hier nur Lobbyist und nicht Fachmann. Motiviert vom Glauben an eine „soziale Gerechtigkeit“ nach seinem Verständnis wirbt er schon lange für ein inklusives Gesamtschulsystem, ohne dass er jemals den Beweis für seine frommen Thesen angetreten hätte.
    Im Gegenteil: „Die Gesamtschule war mit der Hoffnung verknüpft, dass dort die Bildung weniger stark von der sozialen Herkunft abhänge. Diese Hoffnung hat sich in Bezug auf die integrierte Gesamtschule nicht erfüllt. Bei der Analyse der PISA-Ergebnisse fiel auf, dass die Testleistung auf der Gesamtschule am stärksten von der sozialen Herkunft abhängt und auf dem Gymnasium am wenigsten.“
    ( http://de.wikipedia.org/wiki/Integrierte_Gesamtschule )
    Integration, zu der auch die Inklusion gehört, ist m. E. vorwiegend Illusion. Anhänger wünschen ihr mehr Glaubwürdigkeit und verweisen darum regelmäßig auf andere Länder, deren Zustände jedoch keiner überblickt und darum falsche Behauptungen schwer zurückweisen kann.
    Bezüglich der Arbeitswelt in anderen Ländern, „in denen die Inklusion schon zu 80 Prozent gelingt“, stellen Sie die Frage: „Sind die da auch so fortschrittlich und inkludieren ihre Behinderten in den Berufen?“ Mal abgesehen von einer weiteren Behauptung zwischen den Zeilen, dass die Inklusion nämlich fortschrittlich sei, ist Ihre Frage von anderen nicht zu beantworten. Sie müssen schon selbst nachschauen, ob die Länder, deren Namen Sie nicht nennen, ein Gesetz zur beruflichen Eingliederung Behinderter haben.

    • Inklusion ist bestenfalls ein sehr, sehr besonderer, zurecht umstrittener Einzelfall von Integration. Millionenfach praktizierter, alltäglicher integrativer Unterricht versucht aber nicht, (häufig) pathologische Verhaltensmuster aufzufangen, sondern bsp. in Klasse 9 der Tatsache Rechnung zu tragen, dass 30% einer Kurspopulation Quadratische Gleichungen entwickeln und lösen kann, 30% ein Jahr zurück ist und andere nicht einmal die Aufgabe verstehen. Mit dieser Heterogenität müssen Schulen umgehen. Die Ausgangsvoraussetzungen, die Menschen generell, sind nun einmal nicht über einen Kamm zu scheren. Es ist dazu vielleicht noch nicht der Stein der Weisen gefunden worden aber dennoch existieren methodische Verfahren, die man sich aneignen kann und die auch wirken, z.B. die Portfolioarbeit, die spätestens seit Hattie Konjunktur hat. Bisschen Bewegung muss natürlich schon sein.

  3. Nun gut – vielleicht drücke mich einfach nur schlecht aus – ich weiß momentan aber auch keine Lösung, wie ich mich verständlicher machen kann… Also versuche ich es einfach noch einmal auf einem anderen Wege…

    Zitat Artikel: “Während die Inklusion in der Schulpolitik ein zentrales Thema ist, finde sie in der Berufsausbildung kaum statt, klagt die Stiftung in der Untersuchung. […] Die UN-Konvention beschränke sich nicht auf den Bildungsbereich. «Wir müssen dafür sorgen, dass sich unsere Berufswelt den Herausforderungen der Inklusion verstärkt stellt», sagte Wanka […] «Inklusion darf sich nicht auf Kindergarten und Schule beschränken. Jugendliche mit Behinderung brauchen nach der Schule eine Perspektive und bessere Chancen auf einen Berufseinstieg», sagt Stiftungsvorstand Jörg Dräger laut Pressemitteilung.”

    Es wird ja immer wieder gesagt (wenn auch nur von Lobbyisten), dass Deutschland auf dem Weg der Inklusion noch nicht so weit sei, wie andere Staaten (Italien und Schweden werden immer gerne als Vorbilder genannt – siehe auch: http://www.unesco.de/inklusive_bildung_europa.html). Mich würde jetzt einfach mal interessieren, wie es in diesen Ländern mit der im Artikel zitierten Berufsaussicht und dem Berufseinstieg aussieht – ob dort die Inklusion auch außerhalb der Schule so vorbildhaft ist (wie immer wieder dargestellt wird). Und wenn ja, wie das gemacht wird…
    Das war meine Frage – ohne irgendeine Aussage bzgl. der Inklusion allgemein bei uns zu treffen.

    P.S.: Ich weiß, dass es bzgl. Inklusion unterschiedliche Ansichten gibt. Ich bin grundsätzlich mal erst nicht gegen eine solche, andere schon. Ist auch in Ordnung so. Aber mir geht es jetzt in diesem Fall wirklich nicht darum, irgendeine Wertung über die Inklusion zu treffen, sondern lediglich mal zu hören, ob die oben bemängelten Zustände in anderen Ländern behoben sind und wenn ja, wie das gemacht wurde… (Keine Aussage – sondern Frage!)

    • Zitat: “[…] ist Ihre Frage von anderen nicht zu beantworten. Sie müssen schon selbst nachschauen, ob die Länder, deren Namen Sie nicht nennen, ein Gesetz zur beruflichen Eingliederung Behinderter haben.”

      Ich entnehme Ihrer Stellungnahme, dass SIE das nicht wissen – aber da hier sehr viele Menschen mitschreiben, könnte ja die Möglichkeit bestehen, dass IRGENDJEMAND engere Kontakte zu diesen Ländern hat (Freunde, Verwandte…), der vielleicht Näheres darüber weiß und sich zu der Frage äußern kann. Insofern muss ich sagen, finde ich diese Antwort auf eine (von mir als) neutral gemeinte Frage schon ein wenig ärgerlich.
      (Falls Sie es nicht so unverschämt gemeint haben, wie diese Antwort in meinen Ohren klingt, dann hoffe ich, dass Sie mir diesen Beitrag verzeihen…)

  4. Ursula Prasuhn

    @Kira-2 Über Italien weiß ich einiges durch persönliche Kontakte. Dort gibt es die Inklusion in den staatlichen Schulen schon seit Jahrzehnten. Ähnlich lange gibt es dort aber auch ein florierendes Privatschulsystem, das viel größer ist als unser mickriges deutsches. Wer immer es sich leisten kann, schickt seine Kinder auf eine Privatschule, weil unter den Eltern die Überzeugung herrscht, dass öffentliche Schulen nicht gut sind.

    Nach Schweden habe ich keinen persönlichen Draht. Zu denken gibt mir allerdings, was ich ab und zu lese – z. B. hier:
    http://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/78/78
    Mehrfach wird in der „Zeitschrift für Inklusion“ betont, dass die Außenperspektive auf die schwedischen Schulen eine wesentlich andere ist als die Innenperspektive. So erfährt der Leser: „Die bis in die jüngere Zeit überwiegend positive Darstellung Schwedens in Deutschland blendet eine Vielzahl von Entwicklungen und Phänomenen aus, die eine inklusive Schule infrage stellen.“
    Auch eine Parallele zu Italien wird deutlich: „Die in jenem Jahrzehnt einsetzende enorme Zunahme privater Schulen in Schweden wurde in Deutschland bislang eher ausnahmsweise als eine Gefährdung inklusiver Bildung ausgemacht.“
    Solange die Inklusion für mich ein schlimmer Irrweg ist, Kira-2, und mich leichtfertiges Lob auf andere Länder nicht überzeugt, kann ich dem Gedanken an eine Fortsetzung der schulischen Misere in der Berufswelt nicht das Geringste abgewinnen. Vielmehr hoffe ich noch, dass sich der gesunde Menschenverstand durchsetzt und es in unserem Schulsystem nicht so weit kommt wie in Italien oder Schweden.
    Folgender Artikel zeigt übrigens, welch tolle Bildungsergebnisse die inklusive Schulzeit in Schweden hat:
    http://www.derwesten.de/panorama/schwedische-professoren-klagen-ueber-ihre-dummen-studenten-aimp-id7915647.html

  5. Falls ich einiges wiederhole, möchte ich mich an dieser Stelle dafür entschuldigen, da ich die obenstehenden Kommentare nur überflogen habe, um einen ersten Überblick zu bekommen.

    Die Lehrkräfte an den Förderberufsschulen sind i.d.R. ganz normale BS-Lehrkräfte, die sich ihr Wissen und Können im Umgang mit den einzelnen SuS in Fortblidungen und an den Schulen angeeignet haben. Außerdem wird verschwiegen, dass die Klassen in den Förder-BS kleiner sind und oft auch 2 Lehrkräfte in der Klasse sind, was für die unterschiedlichen Lern- und Verständnisniveaus von Vorteil ist. Davon kann man in den Regel-BS nur träumen. Insbesondere von den kleineren Klassen, je nach Ausbildungsberuf sitzen auch gerne mal 30 SuS in der Klasse. In Berufen mit überregionalen oder D-weiten Sprengel sieht das natürlich wieder anders aus.
    Die Betriebe sind zum Teil nicht auf Azubis mit Handycap ausgelegt, was besonderes die Kleinst- und Kleinbetriebe betrifft. Die Großbetriebe zahlen entweder oder sie versuchen die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen (müsste im SGB IX nach zulesen sein). Auch die Schwere der Behinderung schreckt vielfach ab: Ein Azubi mit Down-Syndorm ist “einfacher” auszubilden als ein Azubi der an den Rolli “gefesselt” ist. Der Rolli stellt die Betriebe nämlich auch vor logistische Herausvorderungen, die mit Investitionen an sich zu beseitigen wären, aber nicht unbedingt umsetzbar sind (auch hier wieder die Kleinst- und Kleinbetriebe, denen es oft auch an einer entsprechenden Betreuungskraft für den Rolli Azubi fehlt).
    Letztenendes hängt die Inklusion in den Betrieben immer am Finanziellen.

  6. Liebe Frau Prasuhn, liebe Biene,
    vielen Dank für Ihre Antworten.

    Der Zeitungsartikel über die “dummen Studenten” in Schweden erinnert mich allerdings ein wenig an die Reaktion deutscher Betriebe und Hochschulen. Das scheint wohl irgendwie ein Trend zu sein, dass das Wissen und Können bei den heutigen Schülern und Schülerinnen auf der Strecke bleibt. Mich würde mal interessieren, woran das liegt… (Gibt es so viel neues Wissen, dass altes Wissen hinten herunter fällt? Ist das Interesse an Bildung in den Elternhäusern nicht mehr so hoch wie früher? Sind die neuen Unterrichtsmethoden wie Freiarbeit, Stationslernen, Lernstudios etc. daran Schuld? – Letzteres fände ich allerdings arg bedenklich – da in vielen Schulen in Deuschland die Inklusion noch nicht angelaufen ist und vor allem vor einigen Jahren auch noch nicht war, kann das in meinen Augen nicht wirklich ein Grund für den Abfall der Leistung von Schülern und Schülerinnen sein… )

    Dieser Beitrag ist allerdings Offtopic und muss hier nicht weiter verfolgt und beantwortet werden…

    • muss nicht, aber kann doch. Oder?
      Es ist interessant, die Diskussion zu verfolgen. Mir tut sich die Frage auf, warum Sie auf diesen Link von Frau Prasuhn nicht eingehen (http://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/78/78) , der fairer Weise sogar von der “Zeitschrift FÜR Inklusion” stammt. Stattdessen nehmen Sie nur Stellung zum zweiten Link, der in der Tat nichts aussagt über die Folgen der Inklusion, da auch bei uns (ohne inklusive Vergangenheit) eine ähnliche Erosion des Bildungsniveaus festzustellen ist wie in Schweden.
      Auf die Feststellung, dass sich in den von Ihnen genannten Vorzeigeländern für eine angeblich gelungene Inklusion (Italien und Schweden) ein parallel blühendes Privatschulwesen etabliert hat, gehen Sie auch nicht ein. Mich hat diese Aussage nachdenklich gemacht. Sie ist es wert, nicht einfach übergangen zu werden.
      Glaubwürdig zu diskutieren bedeutet für mich, nicht nur auf eine Schwachstelle bei den Gegenargumenten einzugehen.

      Alles in allem,

      • Christian Möller

        Die Privatschulen haben sich auch in Deutschland parallel zum Absinken der Schülerleistungen in den vergangenen Jahren gemausert. Mit fortschreitender Inklusion ist ein weiterer Schub zu erwarten, denn dass die Inklusion sich nicht auch noch negativ auf das ohnehin zerbröselnde Bildungsniveau auswirkt, ist wohl Wunschdenken.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*