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30.000 Schüler bleiben in Bayern voraussichtlich sitzen – Lehrerverband: Abschaffen!

MÜNCHEN. Wenn am Dienstag die Zeugnisse in den Schulen Bayerns verteilt werden, wird es nicht nur glückliche Gesichter geben. Von den rund 1,7 Millionen bayerischen Schülern werden etwa 30.000 eine «Ehrenrunde» drehen müssen. Diese erste Schätzung des Bayerischen Lehrerverbandes (BLLV) bestätigt auch das Kultusministerium in Bayern. Sie orientiere sich an den Zwischenzeugnissen und an den Resultaten aus dem Vorjahr.

Der BLLV fordert, das Sitzenbleiben ganz abzuschaffen. «Nicht nur pädagogisch, sondern auch volkswirtschaftlich ist das ein Wahnsinn,» erklärte BLLV-Präsident Klaus Wenzel. Durch das Sitzenbleiben würden pro Schüler etwa 5000 Euro zusätzliche Kosten anfallen, also 150 Millionen Euro für alle Sitzenbleiber insgesamt. «Für dieses Geld können wir auch zusätzliche Lehrer einstellen. Förderungen, individuelle Betreuung könnten das Sitzenbleiben ersparen – und dem Staat viel Geld», sagte Wenzel. dpa

Zum Bericht: Kretschmann plädiert für Disziplin an Schulen – und fürs Sitzenbleiben

Ein Kommentar

  1. erstens: eine versetzungsquote von über 98% ist doch prima. zeichen von guter schulformentscheidung.
    zweitens: für 5000€ pro Schüler und jahr gibt es keine vernünftige individuelle Förderung durch die schule, zumal das geld ja in andere dinge investiert werden soll.
    drittens: zwischenzeugnisse sind oft schlechter als versetzungszeugnisse. lehrer sind oft (zu) nett und Schüler ab mai oft doch ehrgeizig.
    viertens: es gibt auch erfolgreiche Nachprüfungen.

    bleibt von dem Artikel noch irgendetwas übrig?

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