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Bald 22 Gemeinschaftsschulen – Dorgerloh zieht positive Bilanz

MAGDEBURG. In Gemeinschaftsschulen sollen Schüler bis zur achten Klasse gemeinsam lernen. 13 davon gibt es bislang in Sachsen-Anhalt. Im nächsten Schuljahr sollen neun weitere hinzukommen.

Die Zahl der Gemeinschaftsschulen in Sachsen-Anhalt steigt mit dem kommenden Schuljahr auf 22. Zu den seit einem knappen Jahr bestehenden 13 Schulen kämen nach dem Sommer neun hinzu, teilte das Kultusministerium mit. Alle Schulen haben sich freiwillig für die Umwandlung entschieden. Dort lernen Schüler bis zur achten Klasse zusammen im Klassenverband.

Zufrieden mit dem ersten Jahr der Gemeinschaftsschulen in Sachsen-Anhalt: Kultusminister Stephan Dorgerloh. Foto: FSJ Kultur LSA / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Zufrieden mit dem ersten Jahr der Gemeinschaftsschulen in Sachsen-Anhalt: Kultusminister Stephan Dorgerloh. Foto: FSJ Kultur LSA / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) zog nach dem ersten Jahr mit der neuen Schulform eine positive Bilanz. Es gebe ein Netzwerk von Schulen, die sich über Möglichkeiten des längeren gemeinsamen Lernens austauschten.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft teilt die Einschätzung. «Dort, wo es ernst genommen wird, herrscht wirklich eine Aufbruchstimmung», sagte GEW-Sprecher Hans-Dieter Klein. «Da sind Schulreformer am Werk, das ist nicht aufgezwungen.» Die Schüler profitierten davon, dass leistungsstärkere und -schwächere zusammen lernten. Spannend werde es auch noch einmal, wenn die ersten Schüler zum Abitur geführt werden sollten – es gehe dann darum, Partnerschulen zusammenzubringen.

Die ersten Gemeinschaftsschulen waren im vergangenen Jahr mit fünften Klassen gestartet. Deshalb dauert es noch einige Jahre, bis es die ersten Absolventen gibt. (dpa)

zum Bericht: Nächstes Jahr mehr als doppelt so viele Gemeinschaftsschulen in Sachsen-Anhalt

3 Kommentare

  1. Wenn körperlich und/oder geistig behinderte Kinder mit “den anderen” zusammen lernen sollen (Inklusion), dann können die Befürworter dessen auch nichts gegen das gemeinsame Lernen aller Kinder bis zur 8. Klasse haben. Im Osten Deutschlands haben wir damit bekanntlich lange gute Erfahrung. Andererseits jedoch meine ich immer mehr, dass die inneren Faktoren an einer Schule und darunter vor allem und zuerst die Klassengröße wichtig sind. Gemeinsam mit 30 anderen Kindern bis zur 8. Klasse zusammen zu lernen, macht auch keinen Sinn und verkehrt die positiven Aspekte dieses Modells in ihr Gegenteil. 30 unterschiedlich begabten Kindern gerecht zu werden schafft ein Lehrer nicht, dann lieber 30 Kinder auf etwa gleichem Niveau !!!

  2. mehrnachdenken

    Auh ja, die GEW frohlockt mal wieder, kommt sie ihrem Traum “Schule für alle” wieder ein Stückchen näher.
    Dürfen wir auch erfahren, warum der Kultusminster mit dem ersten Jahr zufrieden ist?

    @sofawolf
    “30 unterschiedlich begabten Kindern gerecht zu werden schafft ein Lehrer nicht, dann lieber 30 Kinder auf etwa gleichem Niveau !!!”

    Da stimme ich Ihnen zu, aber für die GEW und deren geistige AnhängerInnen scheint das kein Problem zu sein.

  3. @ mnd, nee, Sie liefern gerade ein Lehrbeispiel für ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat. *schmunzel* Die Lösung heißt nicht “gegliedertes Schulsystem”, sondern enorm kleinere Klassen (maximal 14 Schüler !!!). Dafür sollten wir uns alle stark machen !!!

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