Förderschüler-Anstieg in Zeiten der Inklusion: Hamburger Senat will dem Phänomen mit neuem Diagnosesystem begegnen

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HAMBURG. Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) will dem sprunghaften Anstieg der Förderschülerzahl mit einem einheitlichen Diagnosesystem begegnen.

«Künftig wird die Diagnose in einem genormten Verfahren in zwei Stufen vorgenommen», sagte Rabe. Zunächst werde das Kind an der Schule selbst untersucht. Sollte ein Förderbedarf bejaht werden, muss diese Diagnose vom kommenden Schuljahr an an einem der Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ) bestätigt werden. «Für uns entscheidend ist, dass wir in Hamburg (…) auf dem gleichen Level überall solche Diagnosen machen», sagte Rabe. Erst dann könne die Behörde den Schulen zielgenau etwa Personal zuweisen.

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Seit Einführung der Inklusion – also dem gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung im Jahr 2010 – ist die Zahl der Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache oder emotionale Entwicklung (LSE) an den allgemeinen Schulen von 1113 auf 5652 in diesem Schuljahr gestiegen – während auf der anderen Seite die Zahl der Förderschüler an den Sonderschulen aber nur um 1218 auf 2991 gesunken ist. dpa

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