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Geringes Interesse zum Start des G8/G9-Volksbegehrens in Bayern

MÜNCHEN. Die Freien Wähler hatten Mühe, ihr Volksbegehren zur Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 überhaupt auf den Weg zu bringen. Der Trend scheint sich fortzusetzen.

Das Volksbegehren der Freien Wähler zur Wahlfreiheit zwischen acht- und neunjährigem Gymnasium stößt zum Auftakt auf geringes Interesse. Das hat eine nicht repräsentative Umfrage bei sieben bayerischen Städten unterschiedlicher Größe ergeben – eine pro Regierungsbezirk.
Vor allem in München haben weit weniger Menschen unterschrieben als in der Startphase erfolgreicher Volksbegehren. Bis Freitagmittag hatten sich in der Landeshauptstadt lediglich 2220 der rund 941 000 Wahlberechtigten eingetragen. Zum Vergleich: Beim Volksbegehren gegen Studiengebühren hatten nach Angaben der Stadtverwaltung an den ersten beiden Tagen über 12 000 Münchner unterschrieben, beim Nichtraucher-Volksbegehren über 13 000.

München spielt bei allen Volksbegehren eine wichtige Rolle, da in der Landeshauptstadt knapp zehn Prozent der wahlberechtigten Bayern leben. Anders als bei der Kampagne gegen Studiengebühren stehen die Freien Wähler dieses Mal weitgehend allein, SPD und Grüne haben sich nicht angeschlossen. Die Initiatoren wollen sich kommende Woche äußern, wenn mehr Daten vorliegen. Für ein erfolgreiches Volksbegehren müssten in zwei Wochen zehn Prozent der Wahlberechtigten unterschreiben.

Am niedrigsten war die Beteiligung am ersten Tag in Neu-Ulm, wo nach Angaben der Stadtverwaltung 31 von gut 38 600 Wahlberechtigten unterschrieben. Spitzenreiter war Landshut mit 245 von etwa 52 000 Wahlberechtigten, eine Quote von etwa 0,5 Prozent. Die niederbayerische Bezirkshauptstadt und Umgebung sind eine Hochburg der Freien Wähler.

In Nürnberg als zweitgrößter Stadt Bayerns unterschrieben am ersten Tag 0,16 Prozent der Wähler – magere 582 Unterschriften. Im oberfränkischen Bamberg trugen sich 163 von 55 000 Wahlberechtigten in die Listen ein, eine Quote von knapp 0,3 Prozent.

In Regensburg sind etwa 103 000 Wahlberechtigte gemeldet, von denen bis Donnerstagabend 251 unterschrieben hatten, 0,24 Prozent. In Würzburg lag die Beteiligung etwas höher, bis Donnerstagabend hatten 356 von gut 100 000 Wahlberechtigten unterschrieben, was somit einer Quote von etwa 0,35 Prozent entspräche. dpa

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