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Hessischer Philologenverband warnt vor Entwertung des Abiturs

WIESBADEN. Der Hessische Philologenverband hat vor einer Entwertung des Abiturs gewarnt. Angesichts bedenklicher Abbrecherquoten an den Hochschulen müsse die Frage gestellt werden, ob das Abiturzeugnis noch Ausweis einer tatsächlichen Studienbefähigung sei, sagte der Verbandsvorsitzende Knud Dittmann in Wiesbaden. Er sprach als Experte vor einer neuen Landtagskommission, die das hessische Bildungssystem unter die Lupe nimmt.

Als mögliche Konsequenz nannte er weitere Zugangshürden wie Eingangsprüfungen an den Hochschulen. «Das Abitur wäre dann zwar eine notwendige, aber nicht mehr hinreichende Bedingung für ein Studium. Das würde das Abitur nachhaltig entwerten.» Er verlangte deshalb eine Abkehr vom Quotendenken und der Fixierung auf gute Noten. Der Leistungsgedanke müsse wieder in den Mittelpunkt rücken.

Das Abitur in Deutschland soll vergleichbarer werden. Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Ist das Abitur bald nichts mehr wert? Einige Experten befürchten es. Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Die neugegründete Landtagskommission zum hessischen Bildungssystem macht sich grundsätzliche Gedanken zum Schulsystem. Die Kommission wurde auf Antrag der SPD eingesetzt. Die schwarz-grünen Regierungsfraktionen wollen auf einem Bildungsgipfel umfassende Vorschläge für das hessische Schulsystem erarbeiten lassen. dpa

Ein Kommentar

  1. dafür müsste man das niveau in den Prüfungen massiv erhöhen. angefangen beim Verbot von formelsammlungen, Wörterbüchern, taschenrechnern usw. sowie der (wieder-) Einführung des fehlerquotienten in allen Fächern. über die Prüfungsthemen haben dabei noch kein Wort verloren.

    das gemeckere in der Bevölkerung wäre so groß, dass die Regierung die wiederwahl riskiert. folglich wird das nicht geschehen.

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