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Schulabbrecher-Quote: Mecklenburg-Vorpommern weiterhin Schlusslicht

SCHWERIN. Der Anteil der Schulabgänger ohne ordentlichen Abschluss in Mecklenburg-Vorpommern ist auch 2013 noch zweistellig gewesen. Das teilte die Linke im Landtag unter Berufung auf die Antwort des Bildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Fraktion mit.

Danach verließen im vergangenen Sommer 434 Jugendliche die Schulen im Nordosten ohne Abschluss. Weitere 721 erhielten einen Förderschulabschluss, der aber nicht zur nahtlosen Aufnahme einer Berufsausbildung berechtigt. Im bundesweiten Vergleich ist dieser Abschluss deshalb nicht anerkannt. Im vergangenen Sommer verließen insgesamt 10.366 junge Leute die Schulen im Nordosten. Die sogenannte Schulabbrecherquote liegt damit bei 11,1 Prozent. Laut Linke-Bildungspolitikerin Simone Oldenburg ist sie höher als 2006. «Mecklenburg-Vorpommern hält im Bundesvergleich weiterhin die rote Laterne», kritisierte sie.

Das Bildungsministerium versucht die Lage zu verbessern, indem an mehr Förderschulen ein freiwilliges zehntes Schuljahr angeboten wird. Das soll den Schülern dort den Erwerb des Hauptschulabschlusses (Berufsreife) ermöglichen. Vom kommenden Schuljahr an soll dies flächendeckend im Land möglich sein, hatte Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) im Mai angekündigt. Dann böten – über das Land gleichmäßig verteilt – 27 der 41 Förderschulen das freiwillige zehnte Schuljahr an. dpa

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