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Überraschendes Phänomen: Schülerrückgang auch im Saarland geringer als prognostiziert

SAARBRÜCKEN. Der Rückgang der Schülerzahlen an saarländischen Schulen fällt nach Angaben der Grünen-Landtagsfraktion geringer aus als bislang angenommen. Aus einer Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage ergebe sich ein Minus von lediglich zwölf Prozent bis zum Jahr 2020, sagte Grünen-Bildungsexperte Klaus Kessler in Saarbrücken. Damit sei die Entwicklung «längst nicht so dramatisch, wie das ständig prognostiziert wird». Der von der Landesregierung angenommene Rückgang von 17,9 Prozent sei «viel zu hoch gegriffen». Auch in Baden-Württemberg sinken die Schülerzahlen weniger stark als angenommen. 

Als Ursache für den geringeren Schwund an Schülern nannte Kessler vor allem eine längere Verweildauer an den Schulen, weil Jugendliche höhere Abschlüsse anstrebten. Vor diesem Hintergrund müsse der geplante Abbau von 588 Lehrerstellen bis 2020 «dringend korrigiert werden». Zudem sehen sich die Grünen in ihrer Befürchtung bestätigt, dass in den kommenden Jahren 16 von 64 Gemeinschaftsschulstandorte in ihrer Eigenständigkeit gefährdet seien, weil sie die Mindestschülerzahl von 220 nicht nach zwei Jahren erreichten. Aus Sicht der Grünen wäre zum Aufbau dieser neuen Schulform eine mindestens fünfjährige Entwicklungsphase nötig. dpa

Ein Kommentar

  1. Äpfel und Birnen. Das ist typisch für die Politik.

    Es sinken die Zahlen der Erstklässler. – Und genau das wurde prognostiziert.

    Dass die Schülerzahlen auf Grund längerer schulischer Ausbildungswege insgesamt nicht so stark sinken wie die Zahlen der Erstklässler ist doch unbestritten.

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