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Gegnerin der Atombombe – Denkmal für Physikerin Lise Meitner

BERLIN. Die Berliner Humboldt-Universität hat der Physikerin Lise Meitner nahe am Boulevard Unter den Linden ein Denkmal gesetzt. Die lebensgroße Bronze der Berliner Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach steht vor dem Hauptgebäude und zählt zu den wenigen Erinnerungsorten für herausragende Wissenschaftlerinnen in Deutschland, teilte die Hochschule in Berlin mit.

Lise Meitner und Otto hahn gemeinsam im Labor im Jahr 1913. (Foto: Wikimedia/gemeinfrei)

Lise Meitner und Otto Hahn gemeinsam im Labor im Jahr 1913. (Foto: Wikimedia/gemeinfrei)

Meitner (1878-1968) wurde 1926 als erste Frau außerordentliche Professorin an der Berliner Universität. 1933, nach der Machtübernahme der Nazis, entzog die Hochschule ihr als Jüdin die Lehrbefugnis. 1938 flüchtete sie ins Exil nach Schweden. Ihrem ehemaligen Kollegen Otto Hahn lieferte sie die physikalischen Erklärungen zu dessen Kernspaltungsversuchen. Anders als ihre Kollegen verweigerte sie aber ihre Mitwirkung am Bau der Atombombe und engagierte sich nach Kriegsende weltweit für eine friedliche Nutzung der Kernenergie.

«Mit diesem Denkmal ehrt die Humboldt-Universität eine der bedeutendsten Naturwissenschaftlerinnen des 20. Jahrhunderts», sagte der Präsident der Hochschule, Jan-Hendrik Olbertz. Gleichermaßen sei es ein Erinnerungsort für jüdische Wissenschaftler, die Opfer antisemitischer Verfolgung und Vertreibung wurden. dpa

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