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Verband Reale Bildung fordert zusätzliche Lehrerstellen für Eingliederung von Migrantenkindern

FRANKENTHAL. Die Zahl an Flüchtlingen, Asylbewerbern und Zuwanderern nimmt nach Angaben des Verbands Reale Bildung mit regionalen Schwerpunkten in Rheinland-Pfalz deutlich zu. „Wir müssen den Kindern dieser Zuwanderer an den Schulen das Erlernen der deutschen Sprache ermöglichen. Nur dann werden sie in unserer Gesellschaft richtig ankommen und beste Chancen für ihre Zukunft erhalten“, sagt der Landesvorsitzende des Verbands, Bernd Karst.

Vorbereitungsklassen und -kurse an allen Schularten, insbesondere an Realschulen plus und Gesamtschulen, seien dringend erforderlich, da die meisten Flüchtlingskinder ohne deutsche Sprachkenntnisse aus den zahlreichen Krisenregionen der Welt einreisten. Damit würde das Ankommen in einer ungewohnten Umgebung sowie die Integration in die spätere Klassengemeinschaften erleichtert. „Ohne eine intensive persönliche Zuwendung nach der Schulaufnahme ist das Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse dieser oft traumatisierten Kinder zudem kaum möglich“, so der Verband Reale Bildung (VRB).

VRB-Chef Karst fordert deshalb die Einstellung von zusätzlichen Lehrkräften und verweist auf Baden-Württemberg, das speziell für Vorbereitungsklassen 200 zusätzliche Deputate im Wert von etwa 11,7 Millionen Euro zur Verfügung stelle. Die bislang vorgesehene Mindestzahl von zehn Schülern für eine Vorbereitungsklasse werde dort außer Kraft gesetzt, um den Schulen schnelles Handeln zu ermöglichen. Vorbereitungskurse seien bereits ab vier Schülern möglich.

Der VRB weist darauf hin, dass neben anerkannten Einwanderern und Asylbewerbern, auch sogenannte „papierlose“ Kinder ohne Aufenthaltstitel das Recht auf gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen Schulen hätten. „Grund- und menschenrechtliche Garantien gelten unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Diese Kinder erhöhen noch die Zahl der statistisch erfassten Zuwanderer.“ Der Verband sieht dringenden Handlungsbedarf, wenn auch Rheinland-Pfalz seiner Verpflichtung gegenüber diesen ohnehin benachteiligten Kindern gerecht werden wolle.

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