Anzeige


Startseite ::: Politik ::: Ankara will mehr Disziplin in türkischen Schulen – und verbietet Schülern Tattoos und Piercings

Ankara will mehr Disziplin in türkischen Schulen – und verbietet Schülern Tattoos und Piercings

ANKARA.  Harte Zeiten für jugendliche Punks und Hippies in der Türkei: Die konservative Regierung will für mehr Disziplin in den Schulen sorgen. Schülern ist ab sofort das Schmücken mit Tattoos, Piercings und Haarfarbe untersagt. Kopftücher sind hingegen im Unterricht erlaubt. Dies berichtet „Spiegel online“.

Die konservative Regierung der Türkei scheint westliche Einflüsse zurückdämmen zu wollen. (Foto:S.Flint/pixelio.de)

Die konservative Regierung der Türkei scheint westliche Einflüsse zurückdämmen zu wollen. (Foto:S.Flint/pixelio.de)

„Schüler müssen an den Schulen jederzeit ihr Gesicht zeigen, dürfen keine Schals, Mützen oder Taschen mit politischen Symbolen tragen, dürfen ihr Haar nicht färben, dürfen weder Tattoos noch Make-up tragen, dürfen keine Piercings tragen, dürfen keinen Bart tragen“, so zitiert „Spiegel online“ aus einem Erlass, der Wochenende in Ankara veröffentlicht worden sei. Darin enthalten sei auch die Erlaubnis, dass Mädchen ab der fünften Klasse das Kopftuch im Unterricht tragen dürfen.

Der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft Egitim Is, Veli Demir, kritisierte dem Bericht zufolge das Verbot, weil es in der Praxis nicht umzusetzen sei. „Was soll mit den Schülern passieren, die schon Tattoos tragen? Werden sie denen die Haut herunterreißen? Diese Entscheidung kann nicht von einer vernünftigen Person getroffen worden sein“, sagte Demir der Zeitung „Radikal“. Ismail Koncuk, Chef der regierungsnahen Lehrergewerkschaft Egitim Sen, meinte dagegen, es sei nicht nötig, dass bereits vorhandene Tätowierungen nun entfernt werden müssten. Das Verbot gelte nur für künftige Tattoos. „Es wird Verwirrung darüber geben, wann das Tattoo gestochen wurde“, räumte Koncuk ein. „Aber ich denke bei diesem Thema wird die Schule die Initiative ergreifen und dem Kind helfen.“ News4teachers

Hier geht es zum Bericht auf „Spiegel online“.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*