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Ausländische Schüler scheitern in der Schule viel öfter als deutsche

BERLIN. Migrantenkinder scheitern in der Schule nach einem «Focus»-Bericht wesentlich öfter als deutsche Jugendliche. Nach einer unveröffentlichten Analyse der Bundesregierung verließen im Schuljahr 2012/13 genau 6,4 Prozent der Schüler mit Migrationshintergrund die Schule ohne Abschluss. Bei den deutschen Schülern seien es nur 2,1 Prozent gewesen. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), sagte dem Nachrichtenmagazin: «Weiterhin hängt es in Deutschland maßgeblich vom Elternhaus ab, ob ein Kind schulischen Erfolg hat oder nicht.» Man müsse sich fragen, warum sich die Lage nach dem ersten Pisa-Schock vor 14 Jahren nur wenig gebessert habe. dpa

Zum Bericht: Verband Reale Bildung fordert zusätzliche Lehrerstellen für Eingliederung von Migrantenkindern

5 Kommentare

  1. Die Integrationsbeauftragte demonstriert hier unausgesprochen eine absurde Erwartungshaltung, nämlich dass trotz der äußerst unterschiedlichen Ausgangslagen und kulturellen Voraussetzungen der gleiche Schulerfolg herauskommen müsse. 93,6% Kinder mit Schulabschluss, ist das nichts?

    • In Wahrheit dürfte der Anteil Kinder mit Schulabschluss noch höher sein, weil Sie die genannten Prozentzahlen nicht einfach addieren dürfen. Schließlich gehen in Deutschland in absoluten Zahlen mehr Kinder ohne als mit Migrationshintergrund in die Schule.

    • Den Posten der Integrationsbeauftragten sehe ich zunehmend kritisch. Wie ein roter Faden zieht sich nicht nur hier, sondern generell, eine „absurd hohe Erwartungshaltung“ an Staat und Gesellschaft durch ihre Forderungen.
      Das ist Gift für die Integration, denn einerseits versteht die einheimische Bevölkerung die Ansprüche immer weniger und reagiert mit Abwehr, andererseits erhalten die Migranten das Gefühl, sie würden schlecht behandelt, seien grundsätzliche Verlierer und brauchten sich gar nicht erst anzustrengen.
      Das penetrante Beschwören von „Rassismus“ und „Rechtsextremismus“ tut sein Übriges. Die abfällig als „Bio-“ und unterschwellig als „Nazi-Deutsche“ bezeichneten Bürger fühlen sich zum Mundhalten und Unterordnen gezwungen, während sich die Bürger mit ausländischen Wurzeln – insbesondere die Muslime – bei dem, was die Integrationsbeauftragten an vermeintlicher Fremdenfeindlichkeit immer wieder zu finden glauben, per se als Opfer fühlen müssen.
      Integrationsbeauftragte sind in Gefahr, Konflikte zu schüren statt zu entschärfen. Mit zu hohen Erwartungen einerseits und zu niedrigen andererseits verhelfen sie keiner Seite zu einem besseren Verständnis für die andere – im Gegenteil.
      Sie sichern höchstens ihren Posten, weil die Aufgabe zu einer never ending story wird.

      Ein nur bedingt passender, dennoch aber lesenswerter Artikel:
      http://www.taz.de/!31846/

  2. Integrationsbeauftragte sind so nützlich wie die weiblichen Gleichstellungsbeauftragtne an Schulen, wo durchschnittlich über 60% der Beschäftigten weiblich sind.

    Es spricht rein gar nichts gegen [b]Integrationslotsen[/b] – also Mitgliedern der Community – die ihren nachgefolgten Mitbürgern Hilfestellungen beim „Einleben“ in der hiesigen Gesellschaft geben und ihnen den Weg durch den Dschungel des administrativen und caritativen Verwaltungsbiotops versuchen zu weisen. Den Weg kennen nämlich nicht einmal einheimische „Kartoffeldeutsche“. Warum nicht Patenschaften für Neuankömmlinge?

    Nur gibt es Integrationshilfen für den norddeutschen Fischkopp, der aus welchen Gründen auch immer, versuchen muss in einem nordhessischen niederbairischen Dorf sein und das Leben seiner Familie unter Beachtung der örtlichen Gepflogenheiten auf die reihe zu bekommen? Warum also für den dem Irak entflohenen Neubürger? Vielleicht sind dem die niederbairischen Gebräuche sogar einleuchtender als dem Fischkopp. Und sprachliche Hemmnisse bei der Intgration haben doch beide – sowohl Fischkopp als der Flüchtling aus Nahost.

  3. @Ursula Prasuhn
    Zu Ihrem Kommentar passt das, was bei wikimannia über die Helferinnenindustrie steht.

    Unter „Opferindustrie“ ist zu lesen:

    „Um die Helferindustrie am Laufen zu halten, bedarf es natürlich ständig neuer Opfer. Es gibt also handfeste ökonomische Gründe, überall Opfer zu sehen und deshalb sorgen „Opfermacher“ ständig für Nachschub. Im Zuge der Frauenbewegung hat sich eine gut ausgebaute Infrastruktur entwickelt (Frauenhäuser, Beratungsstellen, Frauenbeauftragte). Kinder- und Tierschutzvereine haben weitere „Geschäftsfelder“ erschlossen. Auch Migranten wurden von der Helferindustrie als Opfergruppe „entdeckt“. Diese Entwicklung wurde maßgeblich vorangetrieben durch die feministische Dichotomie von der guten Frau (= Opfer) und dem bösen Mann (= Täter). Überall wird mit dichotomischen Zuweisungen gearbeitet: Das gute Kind – der schlechte Erwachsene, die gepeinigte Kreatur – der quälende Mensch, der kulturbereichernde Ausländer – der rassistische Deutsche, der benachteiligte Migrant – der bevorzugte Einheimische. Die Liste ließe sich fortsetzen.“

    Unter „Betroffenheitsbeaufragte“ steht dies:

    „Im Tross der Helferindustrie befinden sich „Betroffenheitsbeauftragte“ aller Parteien, die Medien mit ihrer Opferberichterstattung, Gutmenschen aller Art und Lila Pudel. Die Helferindustrie ist dabei in der komfortablen Situation, dass sie als „politisch korrekt“ gilt und sowohl von einer Opfer-Lobby (Beispiel: Hartz4-Partei Die Linken, Frauenbeauftragte, FrauenrechtlerInnen) als auch von einer Helfer-Lobby (Wohlfahrtsverbände, Sozialverbände, Frauenhäuser) politisch gestützt werden.“

    http://de.wikimannia.org/Helferinnenindustrie

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