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Erster Kongress deutscher Straßenkinder findet in Berlin statt

BERLIN. In Berlin hat am Freitag der erste Bundeskongress von Straßenkindern begonnen. Mehr als 100 Jugendliche ohne festes Zuhause wollen unter dem Motto «Mein Name ist Mensch» bis Sonntag Workshops zum Thema Schule, Jugendamt und Jobcenter besuchen. Dazu gibt es Konzerte und einen Kinoabend, wie der Hilfsverein Karuna am Freitag mitteilte. Er hat das Treffen mit organisiert, die Themen haben sich die Jugendlichen selbst ausgesucht. Die Ergebnisse wollen sie dem Bundesjugendministerium und der kommunalen Jugendhilfe mitteilen.

Nach Schätzungen des Vereins Karuna haben rund 20 000 Jugendliche in Deutschland ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße. Viele seien vor Streit und Gewalt im Elternhaus oder nach Missbrauchserfahrungen weggelaufen.

Der Verein für Kinder in Not gründete sich im Wendejahr 1989/90 im Osten Berlins, um Jugendlichen in Lebenskrisen zu helfen. Es gibt unter anderem das Angebot, einen Schulabschluss zu machen sowie Drogen- und Suchtberatung.

«Jedes Kind hat ein Recht auf ein gutes Aufwachsen», schreibt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) in einem Grußwort zum Auftakt des Kongresses. «Das, was so viele von euch als Kinder und Jugendliche erlebt haben, macht mich traurig und betroffen.» Es gebe viele Gründe, warum man es zu Hause nicht mehr aushalte. «Es geht nun darum, was wir tun können, um eure Lebenssituation zu verbessern.» dpa

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