Grüne: Schulen sollen Boykott-Obst bekommen

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SCHWERIN. Vom aktuellen russischen Einfuhrboykott für Obst- und Gemüse sollen nach dem Willen der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern zumindest die Schulen profitieren.

Obst und Gemüse, das wegen des russischen Einfuhrboykotts nicht vermarktet werden kann, sollte nach Auffassung der Grünen im Schweriner Landtag kostenlos an Schulen und Tafeln verteilt werden. Die EU hatte im August angekündigt, Entschädigungen von bis zu 125 Millionen Euro an die betroffenen Landwirte zu zahlen. 50 Prozent der entgangenen Erlöse sollen sie erhalten, wenn sie die Ernte vernichten und 100 Prozent, wenn sie die Ernte kostenlos an Einrichtungen abgeben.

Sollte täglich auf den Tisch: Frisches Obst und Gemüse. Foto: nutrilover / Flickr (CC BY 2.0)
Die EU zahlt Bauern höhere Entschädigungen, wenn sie boykottiertes Obst an Einrichtungen wie Schulen abgeben. Foto: nutrilover / Flickr (CC BY 2.0)
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Somit seien mit der Verteilung gleich mehrere positive Effekte zu erzielen, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Ulrike Berger. Die Erzeuger würden vollständig entschädigt, die Preise würden sich stabilisieren und die Lebensmittel kämen einer gesunden Ernährung zugute. Die Verteilung sei allerdings eine organisatorische Herausforderung für Erzeuger und Abnehmer. Agrarminister Till Backhaus (SPD) sollte daher zusammen mit dem Bildungs- und dem Sozialministerium schnell die Rahmenbedingungen schaffen. (dpa)

zum Bericht: Obst und zweimal frühstücken für die Konzentration

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