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«Jedem Kind ein Instrument» – künftig im ganzen Land NRW

DÜSSELDORF. Die nordrhein-westfälische Landesregierung will das Musikprojekt «Jedem Kind ein Instrument», kurz «Jeki», reformieren, inhaltlich erweitern und über das Ruhrgebiet hinaus auf das ganze Land NRW ausdehnen. Das sagte die Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Sigrid Beer, laut einem Bericht der Funke-Mediengruppe. Das NRW-Kulturministerium äußerte unter Verweis auf die bevorstehende Kabinettssitzung am Dienstag, in der das Thema auf dem Programm stehe, noch nicht zu den Plänen.

«Jeki» war 2007 unter der schwarz-gelben Regierung von Jürgen Rüttgers gestartet mit dem Ziel, jedem Grundschulkind im Ruhrgebiet die Möglichkeit einer musikalischen Frühausbildung zu bieten. Städte und Musikschulen stellten dafür die Instrumente zur Verfügung. Bislang gab es das Projekt dem «WAZ»-Bericht zufolge an 600 Grund- und Förderschulen. 83 Prozent der Schüler hätten aber bereits im dritten Schuljahr wieder abgebrochen und mit dem Instrumentenspiel aufgehört.

Künftig sollten über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus insgesamt 1000 Schulen an «Jeki» teilnehmen. Um die künstlerische Palette zu erweitern und attraktiver zu machen, komme Gesang und Tanz hinzu, so Beer. «Damit werden Kinder weniger vorzeitig aussteigen.» Die Kosten von jährlich 10,7 Millionen Euro trägt das von Rot-Grün regierte Land seit 2011 allein. dpa

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