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Klassenfahrt abgebrochen wegen betrunkener Lehrer

BRAMSCHE. Wegen des Besäufnisses der begleitenden Lehrer hat eine Klassenfahrt der Realschule Bramsche nach Hamburg abgebrochen werden müssen. Der Herbergsvater hatte in der Nacht zum Dienstag die Polizei alarmiert, weil einer der Pädagogen eine Platzwunde am Kopf hatte, sich nicht helfen lassen wollte und kaum ansprechbar war. Nach Zeugenaussagen der Schüler hätten die Lehrer gleich am ersten Abend große Mengen Alkohol getrunken, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Über den Alkoholexzess auf der Klassenfahrt hatte zuerst die «Neue Osnabrücker Zeitung» berichtet.

Die Polizei informierte am nächsten Morgen die Schulleitung in Bramsche, die sofort eine Lehrerin, die auch in Hamburg auf Klassenfahrt war, zur Betreuung der Zehntklässler in der Jugendherberge Hamburg-Horn abordnete. Außerdem wurde die Rückfahrt der Schüler per Bus organisiert.

Strafrechtlich sei an dem Abend nichts passiert, sagte der Polizeisprecher. Die Beamten hätten aber einen Bericht für die Landesschulbehörde in Lüneburg verfasst. Dort wollte sich Sprecherin Susanne Strätz nicht zu Einzelheiten äußern. «Wir arbeiten das gemeinsam mit der Schulleitung auf», sagte sie. «Es ist ein absoluter Einzelfall.»

Wie viel Promille Alkohol die beiden Pädagogen im Blut hatten, wird sich wohl nie klären. Die Polizei hatte nach Auskunft des Sprechers in der Nacht keine rechtliche Handhabe, die Lehrer zu einem Alkoholtest zu bewegen. dpa

4 Kommentare

  1. Solche Idioten schaden dem ganzen Berufsstand.

  2. Wieso? Sind Sie wirklich der Meinung, dass die Erwartungshaltung der Bevölkerung sich derart manifestiert, dass demnächst alle Lehrkräfte, die Klassenfahrten begleiten, sich so einen auf die Lampe gießen müssen, dass ihre Leberwerte akut gefährdet werden?

    Ansonsten gilt aber schon: “Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’ sich völlig ungeniert.”

  3. @dickebank: Ich verstehe den Kommentar nicht.

    • Nun, der Eingangsposter befürchtet doch, dass dieses durchaus zu beanstandende Verhalten einiger niedersächsischer Kollegen zur Verstärkung des negativen Bildes des gesamten deutschen Lehrkörpers in der Gesellschaft führt. Derartige Verallgemeinerungen sind etwas sehr platt und entsprechen mit Sicherheit auch nicht den Schlüssen, die große Teile der Bevölkerung aus der eigentlichen Meldung ziehen.

      Da haben zwei Individuen Mist gebaut, es ist jetzt Sache der Gerichte zu klären, in welchem Umfang das Auswirkungen für diese Beiden hat, zum einen zivilrechtlich (Erstattung und Entschädigung von Ansprüchen der Schüler dieser Klassenfahrt) und dienstrechtlich (Verstoß gegen die allgemeine Dienstordnung). Also abrarten, wie diese Causa beurteilt wird – aber in keinem Fall vorschnell auf die Meinung des Boulevard reagieren.

      Bischen mehr Gelasenheit täte gut, so nach dem Motto:
      “Was stört’s die alte Eiche, wenn sich ‘ne Wildsau dran schubbert.”

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